

Die Phase der leeren Stühle und stillen Telefone
In der ersten Lebenshälfte sind wir oft wie Hochleistungsmotoren. Wir funktionieren in Rollen, die uns die Gesellschaft, die Familie oder der Job zugewiesen haben. Wir sind die „belastbare Kollegin“, die „fürsorgliche Mutter“, die „organisierte Ehefrau“ oder die „starke Tochter“. Doch plötzlich verändert sich das Gefüge: Die Kinder ziehen aus, die Karriere fühlt sich leer an oder der Spiegel zeigt eine Frau, die man selbst kaum noch wiederkennt.
Viele Frauen erleben diese Phase als Krise. Ich nenne sie lieber: Die große Häutung.
Auch wenn es mich genau so umgehauen hat. Jeder Auszug eines Kindes (und ich habe 4!) hat mich ein bisschen umgeworfen. Der letzte steht schon fast in den Startlöchern, er ist 14Jahre und wird täglich unabhängiger… Wenn er unterwegs ist, wird es still im Haus. Sehr still. Und ich frage mich mal wieder – was macht das mit mir? Wie gehe ich da raus? Das Kind pubertiert und löst sich damit von mir. Ich bleibe zurück und muss mit der Lücke in meinem Haus leben. Mit der Stille. Stille, die ich neu füllen darf.
Warum der Verlust der Rollen eine Befreiung ist
Wenn die alten Etiketten abfallen, entsteht erst einmal ein Vakuum. Das fühlt sich oft beängstigend an – wie ein weißes Blatt Papier, auf dem noch nichts steht. Aber genau hier liegt unsere Macht. Wer bist du, wenn du die Bedürfnisse anderer nicht mehr befriedigen musst? Wenn du nicht mehr „funktionieren“ musst, um geliebt oder geschätzt zu werden? Oder weil du glaubst, dass es deine Aufgabe ist als Mutter, deine Bedürfnisse hinten anzustellen.
Der Umbruch in der Lebensmitte ist die Einladung, die Fassade abzubröckeln und den Kern freizulegen.
3 Schritte, um deine neue Identität zu erkunden
Du musst diesen Weg nicht alleine gehen
Ein Veränderungsprozess ist wie eine Wanderung durch unbekanntes Gebiet. Es ist okay, wenn du dich manchmal verlaufen fühlst. Wichtig ist nur, dass du den ersten Schritt machst.
Mein Impuls für dich: Nimm dir heute 10 Minuten Zeit und vervollständige diesen Satz in deinem Notizbuch: „Wenn ich ganz mutig wäre, würde ich heute damit beginnen, ...“
Wenn du so mutig bist, schreib mir, womit du gern beginnen möchtest. Ich wollte damit beginnen zu mir zu finden. Zu wissen, wer dich denn eigentlich bin. Was mich ausmacht.

Der Moment, in dem die Welt den Atem anhält
Wir leben in einer Gesellschaft, die den „Macher“ feiert. Wer beschäftigt ist, gilt als wichtig. Wer rennt, scheint ein Ziel zu haben. Doch wenn du dich in einer Phase der Veränderung befindest – vielleicht weil die Kinder aus dem Haus sind, die Karriere stagniert oder du dich nach Jahren des Funktionierens fragst: „War das schon alles?“ – dann funktioniert das alte Prinzip des „einfach weitermachen“ nicht mehr.
Oft erleben Frauen in der Lebensmitte einen Moment, in dem das Alte nicht mehr passt, das Neue aber noch nicht sichtbar ist. Es ist ein ungemütlicher Zwischenraum. Ein Vakuum.
Viele reagieren darauf mit blindem Aktionismus. Sie buchen den nächsten Kurs, entrümpeln das ganze Haus in einer Woche oder stürzen sich in ein neues Projekt, nur um das Gefühl der Leere nicht aushalten zu müssen. Doch mein Rat als Coach ist: Halte an. Erlaube dir den Stillstand.
Die Angst vor der Leere: Warum wir den Stillstand meiden
Warum fällt es uns so schwer, einfach mal nichts zu tun? Psychologisch gesehen ist Stillstand für unser Gehirn oft mit Gefahr verknüpft. Wer nicht rennt, könnte abgehängt werden. In der Stille kommen zudem Fragen hoch, die wir jahrelang erfolgreich weggedrückt haben.
Doch die Wahrheit ist: In einem vollen Terminkalender hat die Intuition keinen Platz. Wenn du ständig sendest, kannst du nicht empfangen. Der Zwischenraum ist kein Fehler im System – er ist das System.
Das Prinzip der „Brachzeit“: Was wir von der Natur lernen können
In der Landwirtschaft gibt es ein wunderbares Konzept: die Brache. Ein Feld wird ein Jahr lang nicht bestellt, damit der Boden sich regenerieren kann. Würde der Bauer das Feld ohne Pause weiter bewirtschaften, wäre es irgendwann ausgelaugt und unfruchtbar.
Dein Geist und deine Seele funktionieren ganz ähnlich. Nach Jahrzehnten der Fürsorge für andere, des Aufbaus und des Funktionierens ist dein innerer Boden vielleicht gerade erschöpft. Der Stillstand ist keine Faulheit. Es ist die notwendige Regeneration, damit auf diesem Boden überhaupt wieder etwas Neues, Kraftvolles wachsen kann.
Drei Strategien für den „produktiven Stillstand“
Wenn du merkst, dass die Unruhe in dir aufsteigt, versuche es mit diesen drei Ansätzen:
Was passiert, wenn du die Lücke aushältst?
Wenn du den Mut aufbringst, nicht sofort die nächste Tür aufzureißen, passiert etwas Magisches: Die Dinge beginnen, sich zu ordnen. In der Stille formt sich langsam ein Bild davon, wie deine zweite Lebenshälfte wirklich aussehen soll. Deine Prioritäten verschieben sich von „Was muss ich tun?“ zu „Wer möchte ich sein?“.
Veränderung braucht Raum. Und dieser Raum entsteht in der Lücke.

5 Strategien, wie du dein Gedankenkarussell beruhigst
Das Flüstern der Angst: Wenn der Kopf nicht stillsteht
Du stehst an einer Weggabelung in deinem Leben. Das Alte hat ausgedient, das Neue ist noch unsicher. Und plötzlich ist sie da: die Angst. Sie manifestiert sich oft nicht als großer Schrei, sondern als permanentes Flüstern im Kopf, ein unaufhörliches Gedankenkarussell. „Was, wenn ich die falsche Entscheidung treffe?“, „Bin ich überhaupt gut genug dafür?“, „Was werden die anderen denken?“. Diese Fragen rauben uns den Schlaf, die Energie und vor allem: den Mut, den nächsten Schritt zu wagen.
Als Coach begegne ich diesem Phänomen bei Frauen in der Lebensmitte immer wieder. Und ich kann dir sagen: Diese Angst ist keine Schwäche. Sie ist ein Signal. Dein System will dich schützen – oft nur leider mit Methoden aus der Steinzeit, die in der modernen Welt eher hinderlich sind. Dein Nervensystem kommuniziert mit dir.
Warum unser Gehirn so gerne Panik schiebt
Unser Gehirn ist ein Meister des Überlebens. Es ist darauf programmiert, potenzielle Gefahren zu erkennen. Und was ist unsicherer als eine Veränderung?
Für unser steinzeitliches Gehirn bedeutet Veränderung immer ein Risiko. Es bevorzugt das Bekannte, selbst wenn es unglücklich macht. Das Gedankenkarussell ist im Grunde ein überbesorgter Bodyguard, der auf Hochtouren läuft, um dich vor einem (oft imaginären) Löwen zu bewahren.
Doch du bist kein Höhlenmensch mehr. Du hast Ressourcen, Erfahrungen und die Fähigkeit, bewusst zu handeln.
5 bewährte Strategien gegen das Gedankenkarussell
Du bist nicht allein mit deinen Ängsten
Der Weg der Veränderung ist selten geradlinig. Es ist ein Auf und Ab. Wenn du lernst, mit deinen Ängsten umzugehen, anstatt dich von ihnen beherrschen zu lassen, gewinnst du enorme innere Stärke.
Dein kleiner Mut-Impuls für heute: Beobachte dich selbst, wann das Gedankenkarussell bei dir am stärksten dreht. Und wende eine der 5 Strategien an, um es zu beruhigen. Welches Ergebnis spürst du?

Wenn die gewohnte Belastbarkeit schwindet
Vielleicht kennst du das Gefühl: Du warst jahrelang diejenige, die alles im Griff hatte. Job, Familie, Haushalt, soziale Verpflichtungen – du hast funktioniert wie ein Schweizer Uhrwerk. Doch schleichend, verändert sich etwas. Die Nächte werden unruhiger, die Geduld wird dünner, und dieses diffuse Gefühl von Erschöpfung lässt sich nicht mehr mit einem freien Wochenende wegdrücken.
In der Lebensmitte ist Veränderung kein rein mentaler Prozess, der sich nur in deinem Kopf abspielt. Es ist eine Ganzkörper-Transformation. Viele Frauen versuchen in dieser Phase, die Zähne zusammenzubeißen und noch mehr Gas zu geben. Doch genau hier liegt die Falle: Wenn du die Signale deines Körpers ignorierst, ziehst du dir selbst das Fundament unter den Füßen weg, auf dem dein Neuanfang stehen soll.
Der Körper als Seismograph für dein neues Leben
In der Psychosomatik wissen wir: Was die Seele nicht ausspricht, lässt der Körper uns spüren. In Umbruchphasen ist dein Körper dein wichtigster Seismograph. Er zeigt dir durch Symptome wie innere Unruhe, Verspannungen oder das sogenannte „Watte-Gefühl“ im Kopf (Brain Fog), dass das alte System nicht mehr funktioniert.
In der Lebensmitte kommen oft hormonelle Umstellungen hinzu, die unser Nervensystem sensibler machen. Das ist kein Defekt – es ist eine Einladung zur Korrektur. Dein Körper zwingt dich quasi dazu, deine Prioritäten neu zu ordnen. Er bittet dich um eine neue Form der Aufmerksamkeit, die du dir in den Jahren des „Funktionierens“ vielleicht verwehrt hast.
Die 3 Säulen der radikalen Selbstfürsorge
Selbstfürsorge ist in dieser Zeit kein Luxus, sondern eine Überlebensstrategie für deine Träume. Hier sind drei Ansätze, wie du Körper und Seele wieder in Einklang bringst:
Fazit: Dein Körper ist dein treuester Verbündeter
Wenn du aufhörst, gegen deinen Körper zu kämpfen und anfängst, mit ihm zu arbeiten, wird er zum Kompass. Er zeigt dir den Weg zu deinem authentischen Selbst. Selbstfürsorge bedeutet, dir selbst die Erlaubnis zu geben, wichtig zu sein – und zwar bevor der Akku auf null steht. Ich habe meinen Körper viel zu lange ignoriert. Das nach innen hören/spüren hat mir zu viel Zeit genommen. Ich war auch nicht in der Lage nach innen zu hören. Da kannte ich mein Nervensystem noch nicht. Wusste nicht, dass ich zu oft sympathikoton unterwegs war. Für mich war der Zustand „normal“! Ich sagt mir und anderen immer: „Ich bin nun mal so. Ich brauche das alles etwas schneller, alles andere nervt mich.“ Was das bewirkt hat, habe ich erst später verstanden. Es war ein „übergriffiger“ Teil von mir am Werke. Ich habe mich ständig unbewusst überfordert. Nicht mehr gespürt. Und nicht gemerkt, dass ich mich nicht gespürt habe. Hör hin. Spüre, was dein Körper dir sagt.

Die gläserne Decke im Kopf „In meinem Alter stellt mich doch keiner mehr ein.“ oder „Soll ich jetzt wirklich nochmal ganz von vorne anfangen?“
Diese Sätze höre ich oft in meinen Beratungen. Es ist die Angst vor der beruflichen Bedeutungslosigkeit, die viele Frauen davon abhält, den Job zu verlassen, der sie schon lange nicht mehr erfüllt. Doch die Vorstellung, dass man mit über 45 oder 50 „zu alt“ für einen Neustart sei, ist eine der hartnäckigsten und schädlichsten Mythen unserer Arbeitswelt.
Die Wahrheit ist: Du fängst nicht bei Null an. Du fängst bei Erfahrung an.
Dein unsichtbarer Lebenslauf: Was du wirklich mitbringst
In den letzten zwei oder drei Jahrzehnten hast du dir Kompetenzen angeeignet, die man in keinem Studium der Welt lernen kann. Wir nennen das oft „Soft Skills“, aber eigentlich sind es „Life Skills“: Krisenmanagement, Diplomatie, die Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge schnell zu durchschauen und eine emotionale Intelligenz, die jungen Talenten oft noch fehlt.
Unternehmen und Klienten suchen heute verstärkt nach Persönlichkeiten, die Ruhe ausstrahlen und wissen, wie man Probleme löst, ohne in Panik zu verfallen. Dein Alter ist kein Defizit, es ist ein Qualitätssiegel.
Strategische Tipps für deinen Bewerbungsprozess 45+
Wenn du dich entscheidest, den Schritt in ein neues Unternehmen oder eine neue Branche zu wagen, helfen dir diese drei Ansätze:
Mentale Stärke für den Umbruch: Dein inneres Mindset
Der größte Feind des Neuanfangs ist oft die eigene innere Kritikerin. Hier sind zwei mentale Werkzeuge für dich:
Fazit: Die zweite Karrierehälfte als Kür
Ein beruflicher Neuanfang in der Lebensmitte ist kein Eingeständnis des Scheiterns, sondern ein Zeichen von Mut und Selbstachtung. Es ist die Entscheidung, die nächsten 15 oder 20 Arbeitsjahre nicht abzusitzen, sondern sie zu gestalten. Du hast jetzt die Freiheit, deine Karriere an deinen Werten auszurichten, statt nur an Erwartungen.
Du spürst den Ruf der Veränderung, aber der Sprung ins Ungewisse macht dir Angst? In meiner Begleitung schauen wir uns nicht nur deinen Lebenslauf an, sondern stärken dein Selbstbild. Gemeinsam finden wir heraus, welche berufliche Rolle wirklich zu deiner jetzigen Lebensphase passt – damit dein Neustart nicht nur gelingt, sondern dich erfüllt.
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Der unsichtbare Ballast deiner Vergangenheit
Es gibt Dinge in unserem Leben, die wir jahrelang festhalten – aus Gewohnheit, aus Angst vor dem Verlust oder weil wir glauben, dass sie zu uns gehören. Das können alte Freundschaften sein, die nur noch Energie ziehen, überholte Glaubenssätze, die uns klein halten, oder auch materielle Dinge, die mehr belasten als bereichern. In Phasen des Umbruchs spüren wir diesen unsichtbaren Ballast besonders deutlich. Er hindert uns daran, uns leicht und frei zu fühlen, um Platz für das Neue zu schaffen, das in unser Leben treten möchte.
Doch Loslassen ist nicht gleichbedeutend mit Vergessen oder gar Scheitern. Es ist ein Akt der Selbstliebe, eine bewusste Entscheidung, Raum für Wachstum zu schaffen. Es ist die Erkenntnis, dass das, was uns einmal gedient hat, uns heute vielleicht nicht mehr nährt und das ist vollkommen in Ordnung.
Warum Loslassen so schwerfällt
Unser Gehirn ist auf Sicherheit und Beständigkeit gepolt. Das Festhalten am Bekannten, selbst wenn es schmerzhaft ist, erscheint oft weniger bedrohlich als der Sprung ins Ungewisse. Wir fürchten den Verlust von Identität – „Wer bin ich, wenn ich meine Rolle als ... aufgebe?“ – oder die Leere, die nach dem Loslassen entsteht. Oft ist es auch ein Gefühl von Schuld oder Dankbarkeit, das uns bindet, selbst wenn die Verbindung uns längst mehr kostet, als sie uns gibt.
Doch die größte Tragödie ist nicht der Abschied von Altem, sondern das Verharren in einem Zustand, der uns unserer Lebendigkeit beraubt. Das Leben ist ein ständiger Fluss, und wenn wir versuchen, den Fluss zu stoppen, beginnen wir zu stagnieren.
Der Prozess des Loslassens: Kein Einmal-Akt, sondern eine Reise
Loslassen ist selten ein einzelner, dramatischer Schnitt. Es ist vielmehr ein schrittweiser Prozess, der Mut, Geduld und viel Selbstmitgefühl erfordert.
Es beginnt mit der Anerkennung. Erkenne an, dass etwas dich belastet. Spüre die Schwere. Sei ehrlich zu dir selbst, welche Gedanken, Gefühle oder Beziehungen dich wirklich noch stärken und welche dir Energie rauben. Diese ehrliche Inventur ist der erste und oft schwierigste Schritt. Schreib es auf, das entlastet und verdeutlicht im Prozess.
Danach folgt die Akzeptanz. Akzeptiere, dass es nun an der Zeit ist, dich von diesen Dingen zu lösen. Das bedeutet nicht, dass du sofort handeln musst, aber die innere Entscheidung ist bereits ein starker Impuls. Akzeptiere auch, dass dieser Prozess schmerzhaft sein kann. Trauer ist ein natürlicher Teil des Abschieds, selbst wenn du etwas loslässt, das dir nicht mehr guttut. Es ist der Abschied von einer Vorstellung, einer Gewohnheit oder einer Version deiner selbst.
Schließlich geht es um die Freigabe. Das kann symbolisch geschehen, indem du einen Brief schreibst und ihn verbrennst, oder praktisch, indem du deinen Kleiderschrank ausmistest oder eine bestimmte Aktivität einstellst. Es ist ein bewusster Akt, bei dem du deinem Unterbewusstsein signalisierst: Ich bin bereit, weiterzugehen. Diese Freigabe schafft den Raum, den du für deinen Neuanfang brauchst. Es ist wie ein tiefes Ausatmen, das deinen ganzen Körper und deine Seele entspannt.
Fazit: Freiheit beginnt im Herzen
Die Kunst des Loslassens ist eine der wichtigsten Fähigkeiten für ein erfülltes Leben, besonders in Phasen des Umbruchs. Sie ermöglicht es dir, aus der Vergangenheit zu lernen, aber nicht von ihr gefangen gehalten zu werden. Sie gibt dir die Freiheit, die Frau zu werden, die du wirklich sein möchtest, ohne den Ballast alter Geschichten.
Fühlst du dich von alten Lasten erdrückt und sehnst dich nach Leichtigkeit?
Ich begleite ich dich gern durch diesen oft herausfordernden Prozess des Loslassens. Wir identifizieren gemeinsam, was dich zurückhält, und entwickeln sanfte Strategien, um Raum für das Neue und Erfüllende in deinem Leben zu schaffen.

Es ist dieser eine Moment, in dem die Tür hinter dem letzten Kind ins Schloss fällt und es plötzlich still wird. Eine Stille, die man sich in den Jahren des Chaos, der Hausaufgabenbetreuung und der vollen Terminkalender oft herbeigesehnt hat – und die sich nun, da sie da ist, seltsam schwer anfühlt. Dieses „Empty Nest Syndrom“ wird oft als reines Frauenthema abgetan, doch das ist ein Trugschluss. Auch Väter und Männer spüren diesen tiefen Einschnitt, wenn die gewohnten Routinen der Verantwortung plötzlich wegfallen. Wir alle stehen dann vor derselben, fast schon beängstigenden Frage: Wer bin ich eigentlich, wenn ich nicht mehr rund um die Uhr gebraucht werde?
Jahrzehntelang haben wir unsere Identität über die Fürsorge und das Funktionieren definiert. Wir waren die Organisatoren, die Tröster, die Finanziers und die Felsen in der Brandung. Unser Alltag war ein durchgetaktetes Uhrwerk, das wenig Raum für unsere eigenen Bedürfnisse ließ. Wenn dieser Taktgeber verschwindet, entsteht ein Vakuum. Es ist vollkommen normal, in dieser Phase erst einmal eine tiefe Trauer oder eine Form von Orientierungslosigkeit zu spüren. Es ist der Abschied von einer Lebensphase, die uns alles abverlangt und uns gleichzeitig so viel Sinn gegeben hat.
Doch genau in dieser Stille liegt eine gewaltige Chance verborgen, die wir oft erst auf den zweiten Blick erkennen. Die leeren Zimmer im Haus sind nicht nur Orte des Verlusts, sondern sie sind freie Räume – im wahrsten Sinne des Wortes. Es ist die Zeit gekommen, in der wir die Erlaubnis haben, uns selbst wieder in den Mittelpunkt zu stellen. Das gilt für Frauen, die sich vielleicht nach Jahren der Aufopferung neu erfinden wollen, ebenso wie für Männer, die merken, dass Erfolg im Job allein nicht mehr ausreicht, um die neue Leere zu füllen und das auch nicht das ist, was sie jetzt brauchen.
Wir dürfen uns fragen, welche Träume wir vor zwanzig Jahren im Keller geparkt haben. Wir dürfen die Partnerschaft neu entdecken, die oft unter dem Staub des Alltagsmanagements verdeckt wurde. Plötzlich ist da wieder Zeit für tiefe Gespräche, für spontane Reisen oder einfach für die Stille am Morgen. Der Übergang vom „wir für sie“ zum „ich für mich“ oder „wir für uns“ ist eine der spannendsten Reisen der Lebensmitte. Es ist kein Ende, sondern eine Befreiung aus den Pflichten der ersten Lebenshälfte.
Diese Phase lädt uns ein, unsere Identität neu zu verhandeln. Wir sind nicht mehr nur die Eltern im Einsatz, wir werden zu Mentoren, zu Begleitern auf Augenhöhe und vor allem wieder zu Individuen mit eigenen Leidenschaften. Wenn wir den Mut haben, die Leere nicht sofort mit neuem Aktionismus zu füllen, sondern sie als fruchtbaren Boden für unseren eigenen Neuanfang zu betrachten, dann wird das leere Nest zum Startplatz für unsere authentischste Lebensphase.
Schau dir deine Lebensbereiche einmal an. Wo willst du zukünftig hin? Wo hast du Zeit übrig und was machst du mit ihr? Welchem Ziel geht ihr als Paar in Zukunft nach? Nichts ist schlimmer, als das Gefühl von Ziellosigkeit das schnell zu einem Gefühl von Sinnlosigkeit wird. Welchen Sinn hat unsere Beziehung, wenn die Kinder als Sinnstifter ihre eigenen Wege gehen? Das können spannende, aber auch erschreckende Fragen sein. Sie zu ignorieren macht keinen Sinn, weil sie lauter werden mit der Zeit. Sie werden fordernder und verfolgen dich bis in den Schlaf. Hab Mut sie dir anzusehen und wenn du sie erst mal mit einer außenstehenden Person besprechen magst, melde dich gern bei mir.

Das Erbe der ewigen Verfügbarkeit
Wir haben es oft über Jahrzehnte perfektioniert: das feine, fast schon übernatürliche Gespür für die Bedürfnisse anderer. Wir wurden darauf trainiert, die Stimmung in einem Raum zu lesen, bevor wir unsere eigene Meinung äußern. Wir haben gelernt, dass wir wertvoll sind, wenn wir funktionieren, wenn wir harmonisieren und wenn wir die Lasten anderer mit schultern. Wir haben „Ja“ gesagt, wenn wir eigentlich „Ich kann nicht mehr“ meinten, und haben uns für unsere eigenen Bedürfnisse entschuldigt, als wären sie ein Zeichen von Egoismus oder emotionaler Kälte. Doch in der Mitte des Lebens, wenn die äußeren Strukturen der ersten Lebenshälfte bröckeln, spüren wir oft eine neue, drängende Wahrheit: Wir haben keine Energie mehr für faule Kompromisse. Wir merken, dass unsere Zeit, unsere Aufmerksamkeit und unsere emotionale Kapazität kostbare Güter sind, mit denen wir nicht länger verschwenderisch umgehen wollen, nur um den Frieden im Außen zu wahren.
Grenzen zu setzen wird in unserer Kultur oft missverstanden als eine Form der Aggression oder des Rückzugs. In Wahrheit ist eine klare Grenze jedoch die höchste Form der Wertschätzung – sowohl für uns selbst als auch für die Qualität unserer Beziehungen. Ohne Grenzen verlieren wir uns in den Erwartungen anderer, bis wir nur noch eine blasse, erschöpfte Kopie dessen sind, was wir eigentlich sein könnten. Eine Grenze ist wie die Haut unseres psychischen Selbst; sie definiert, wo wir aufhören und der andere anfängt. Sie ist kein Drahtzaun, der Menschen aussperrt, sondern ein Filter, der entscheidet, was in unseren heiligen Innenraum darf und was draußen bleiben muss. Nur wenn wir diesen Schutzraum wahren, können wir aus einer vollen Tasse geben, statt uns bis zur totalen Selbstaufgabe auszuleeren.
Das körperliche Echo der Grenzüberschreitung
Der Prozess des Grenzensetzens beginnt oft nicht im Kopf, sondern im Körper. Es ist dieses dumpfe Unbehagen, dieser Widerstand, den wir als Ziehen im Magen, Enge in der Brust oder plötzliche Kopfschmerzen spüren, wenn wir wieder einmal über unsere Kraft hinaus zugestimmt haben. Dieses körperliche Echo ist unser wichtigster Kompass. Es ist die Stimme unserer Integrität, die uns zuflüstert, dass hier gerade ein Raubbau an unserer Seele stattfindet. Der schwerste Teil der Veränderung ist es, dieses Signal nicht länger wegzudrücken, sondern es als heilige Information ernst zu nehmen. Wir dürfen lernen, dass wir nicht die Last der Enttäuschung anderer tragen müssen, nur weil wir für unsere eigene Wahrheit einstehen. Wer uns wirklich liebt und respektiert, wird unsere Grenzen achten, sobald wir sie klar kommunizieren. Diejenigen, die unsere Grenzen bekämpfen, sind meist jene, die jahrelang ungestört von unserem Mangel an Abgrenzung profitiert haben.
Vom schlechten Gewissen zur inneren Souveränität
Wenn wir beginnen, das erste Mal „Nein“ zu sagen, wird uns oft ein schlechtes Gewissen begleiten wie ein lästiger Schatten. Das ist vollkommen normal, denn wir verlassen einen alten Vertrag, den wir unbewusst mit unserer Umwelt geschlossen haben: „Ich bin lieb, damit du mich nicht verlässt.“ Aber wahre Souveränität in der zweiten Lebenshälfte bedeutet, diesen Vertrag zu kündigen. Wir dürfen erkennen, dass ein ehrliches „Nein“ weitaus mehr Integrität besitzt als ein halbherziges, grollendes „Ja“.
In dem Moment, in dem wir beginnen, liebevoll, aber unmissverständlich unsere Räume zu markieren, passiert etwas Magisches: Wir gewinnen Lebenszeit zurück. Wir gewinnen Raum für unsere eigenen, vielleicht lange begrabenen Projekte, Raum für echte, tiefe Erholung und vor allem Raum für Menschen, die uns wirklich nähren, statt uns auszusaugen. Wir hören auf, uns ständig zu rechtfertigen, und fangen an, uns kraftvoll zu positionieren. Ein klares „Nein“ zu einer Aufgabe, die uns nicht entspricht, oder zu einer Dynamik, die uns klein hält, ist das kraftvollste und schönste „Ja“, das wir zu unserer eigenen Vision und unserer kostbaren, verbleibenden Lebenszeit sagen können. Es ist der endgültige Schritt heraus aus der Rolle der Statistin und hinein in die Regie des eigenen Lebens.
Fällt es dir schwer, die Bremse zu ziehen, ohne dich schuldig zu fühlen?
Die Kunst der Abgrenzung ist einer der Schwerpunkte in meinem Coaching. Wir arbeiten gemeinsam daran, deine inneren Erlaubnisgeber zu stärken, damit du Grenzen nicht nur setzen, sondern auch halten kannst – mit Ruhe, Klarheit und ohne Rechtfertigung. Damit du die Energie hast, die du für deinen eigentlichen Neuanfang brauchst.

Vom Reagieren zum Kreieren
Die meiste Zeit unseres Lebens verbringen wir damit, auf die Anforderungen der Außenwelt zu reagieren. Wir lösen Probleme, erfüllen Erwartungen und jonglieren mit Verantwortlichkeiten. Doch in der Lebensmitte, wenn der Sturm der ersten Lebenshälfte sich legt, stellt sich eine fundamentale Frage: Wenn alles möglich wäre und niemand zuschauen würde – wie sähe mein Leben dann aus? Hier kommen die Werkzeuge der Vision und Manifestation ins Spiel. Sie sind weit mehr als spirituelle Modetrends; sie sind psychologische Methoden, um unseren Fokus neu auszurichten und unser Gehirn auf die Chancen zu programmieren, die wir bisher übersehen haben.
Die Kraft der mentalen Landkarte
Ein Vision Board ist im Grunde eine visuelle Landkarte deines zukünftigen Selbst. Warum funktioniert das? Unser Gehirn, insbesondere das Retikuläre Aktivierungssystem (RAS), fungiert als Filter für die Millionen von Informationen, die jede Sekunde auf uns einströmen. Wenn wir uns intensiv mit Bildern und Gefühlen unserer gewünschten Zukunft beschäftigen, signalisieren wir diesem Filter, worauf er achten soll. Plötzlich „sehen“ wir Möglichkeiten, Kooperationen oder Zufälle, die schon immer da waren, die wir aber vorher einfach ausgeblendet haben. Manifestieren bedeutet also nicht, sich etwas herbeizuwünschen, sondern sich so klar auszurichten, dass Handeln und Gelegenheit aufeinandertreffen.
Der Prozess: Tiefer graben als nur nach schönen Bildern
Ein wirkungsvolles Vision Board entsteht nicht durch das wahllose Ausschneiden von Hochglanzmagazinen. Es beginnt mit einer Phase der radikalen Ehrlichkeit. Frage dich: Wie möchte ich mich fühlen, wenn ich morgens aufwache? Geht es um Freiheit, um Geborgenheit, um Abenteuer oder um tiefe Verbundenheit? Manifestation beginnt im Gefühl. Wenn du ein Bild von einem weiten Meer wählst, steht es vielleicht für die Freiheit, die du in deiner neuen beruflichen Rolle suchst. Wenn du Bilder von lachenden Menschen wählst, suchst du vielleicht nach einer neuen Form der Gemeinschaft nach dem Empty Nest.
Es geht darum, diese Bilder mit Emotionen aufzuladen. Stelle dir vor, dein Ziel ist bereits erreicht. Spüre die Erleichterung, den Stolz oder die Freude in deinem Körper. Dieser Zustand der Vorfreude ist der Treibstoff für deine Veränderung. Er hilft dir, auch in schwierigen Momenten des Umbruchs Kurs zu halten, weil du genau weißt, wofür du gehst. Deine Vision wird zu einem Nordstern, der dir in dunklen oder unsicheren Nächten die Richtung weist.
Manifestation braucht Handlung (Action)
Ein häufiger Fehler beim Manifestieren ist der Glaube, dass das Visualisieren allein ausreicht. Doch eine Vision ohne Handlung bleibt eine Halluzination. Die wahre Magie passiert, wenn du beginnst, „als ob“ zu handeln. Wenn du eine Vision von dir als selbstständige Beraterin hast, fange an, dich wie eine zu informieren, dich so zu vernetzen und deine Zeit so zu strukturieren. Jede kleine Handlung ist eine Bestätigung an dein Unterbewusstsein, dass du es ernst meinst. Dein Vision Board erinnert dich täglich daran, warum du die Komfortzone verlässt und warum es sich lohnt, mutig zu sein. Es ist der visuelle Beweis für deine Möglichkeiten, noch bevor sie Realität geworden sind.
Hast du eine vage Ahnung von deiner Zukunft, aber kein klares Bild?
In meinen Coachings nutzen wir kreative Visualisierungstechniken, um deine tiefsten Wünsche aus dem Unterbewusstsein an die Oberfläche zu holen. Wir bauen nicht nur dein Vision Board, sondern entwickeln auch die konkreten Handlungsschritte, die deine Vision in die Realität überführen. Lass uns gemeinsam dein nächstes Kapitel entwerfen.

Das Ende der Jagd nach fremden Idealen
In unserer ersten Lebenshälfte ist die Definition von Erfolg meistens starr und gnadenlos vorgegeben. Wir wachsen in einem System auf, das uns lehrt, dass wir wertvoll sind, wenn wir bestimmte Meilensteine erreichen: das erste Diplom, die Beförderung, der Aufbau eines Heimes, die Gründung einer Familie. Erfolg war messbar, sichtbar und vor allem: er war oft für die Augen der anderen bestimmt. Wir haben gelernt, Erfolg an Zahlen, Titeln und dem anerkennenden Nicken der Gesellschaft zu messen. Wir sind Leitern hochgeklettert, oft ohne innezuhalten und uns zu fragen, ob oben eigentlich die Aussicht wartet, die wir uns erhofft haben. Doch wenn wir die Schwelle zur zweiten Lebenshälfte überschreiten, stellen wir oft fest, dass diese alten Maßstäbe nicht mehr ausreichen, um das wachsende Gefühl der Leere in uns zu füllen. Wir begreifen plötzlich, dass wahrer Erfolg nicht bedeutet, die Leiter immer schneller hochzusteigen, sondern sicherzustellen, dass sie überhaupt an der richtigen Wand lehnt.
Der Wandel vom „Haben“ zum „Sein“
Erfolg in der zweiten Lebenshälfte bedeutet eine radikale und oft schmerzhafte Neudefinition. Es geht nicht mehr um das „Schneller, Höher, Weiter“, das uns in der ersten Lebenshälfte oft an den Rand der Erschöpfung getrieben hat. Es geht um das „Tiefer, Wahrhaftiger, Freier“. In diesem neuen Lebensabschnitt definieren wir Erfolg nicht mehr über das, was wir besitzen oder darstellen, sondern über die Qualität unserer täglichen Erfahrung. Erfolg ist jetzt die kostbare Fähigkeit, morgens aufzustehen und eine echte Vorfreude auf den Tag zu spüren, weil man Aufgaben nachgeht, die einen tieferen Sinn ergeben – ganz gleich, wie klein sie im Außen wirken mögen. Erfolg ist es, wenn man sich in seinem eigenen Körper wieder zu Hause fühlt, nachdem man ihn jahrelang nur als funktionierendes Werkzeug benutzt hat. Es ist der stille Stolz darauf, eine schwierige Entscheidung getroffen zu haben, die nur einem selbst gegenüber gerechtfertigt ist: sei es eine späte Kündigung, eine räumliche Veränderung oder der Mut, ein völlig neues Talent zu erkunden, von dem alle sagten, es sei dafür „zu spät“.
Die Kunst, die Reise zu würdigen
Ein wesentlicher Teil dieser neuen Lebensphilosophie ist das bewusste Feiern der eigenen Meilensteine. Wir sind oft so darauf programmiert, von einem Gipfel zum nächsten zu hetzen, dass wir völlig vergessen, auf dem Weg innezuhalten und die Aussicht zu genießen. Doch in der zweiten Lebenshälfte zählt jeder Schritt. Jeder Moment, in dem du aus deiner Komfortzone trittst, jedes „Nein“, das du gelernt hast ohne Schuldgefühle auszusprechen, und jede Minute, die du in deine eigene Stille und Reflexion investierst, ist ein gigantischer Sieg. Diese Momente zu feiern bedeutet, sich selbst die radikale Wertschätzung zu schenken, die man früher so verzweifelt im Außen gesucht hat. Es bedeutet, anzuerkennen, dass die Neuerfindung der eigenen Identität eine Meisterleistung ist, die weitaus mehr Mut erfordert als das bloße Weitermachen im gewohnten Trott. Wir lernen, dass wir uns nicht mehr für unsere Narben schämen müssen, sondern dass sie die Beweise unserer Resilienz und unserer gewachsenen Weisheit sind.
Deine Zeit der radikalen Authentizität
Wenn wir den Mut aufbringen, Erfolg völlig neu zu bewerten, befreien wir uns von dem lähmenden Druck, perfekt sein zu müssen. Wir erkennen, dass die Umbrüche, die Krisen und auch die vermeintlichen Scheitermomente der Vergangenheit keine Fehler im System waren. Sie waren die notwendigen Geburtswehen für die Persönlichkeit, die wir heute sind. Die zweite Lebenshälfte bietet uns die einzigartige Freiheit, die Masken der Anpassung endgültig abzulegen. Es ist die Zeit, in der wir nicht mehr nur existieren, um die Erwartungen anderer zu erfüllen oder die Drehbücher unserer Herkunft fertig zu schreiben. Wir fangen an, unsere eigene Version eines gelungenen Lebens zu entwerfen – farbenfroh, unangepasst und zutiefst ehrlich. Diese radikale Authentizität ist kein Egoismus, sondern das größte Geschenk, das wir uns selbst und der Welt machen können. Denn eine Frau oder ein Mann, die in sich selbst ruhen und ihre eigene Wahrheit leben, strahlen eine Kraft aus, die weitaus heller leuchtet als jeder Titel auf einer Visitenkarte. Das ist der wahre Erfolg: ganz bei sich selbst anzukommen.
Du spürst, dass es Zeit für deine eigene Neudefinition ist?
Im Coaching feiern wir nicht nur deine Ziele, sondern vor allem deinen Mut, dich selbst wieder wichtig zu nehmen. Gemeinsam schauen wir hinter die Fassaden der alten Erfolge und finden heraus, was dich in deiner zweiten Lebenshälfte wirklich zum Strahlen bringt. Lass uns deine Geschichte neu schreiben – mit dir als Regisseur deiner eigenen Träume.
Lesezeit: ca. 4 Minuten
Viele Männer haben gelernt, zu funktionieren. Probleme werden gelöst, Aufgaben erledigt, der Alltag läuft. Genau das kann nach institutionellem Missbrauch zur Überlebensstrategie werden: Kontrolle halten, weitermachen, nicht auffallen, nicht fühlen.
Das Problem: Ein Trauma verschwindet nicht, nur weil es lange her ist.
Wenn "einfach weitermachen" zum Kraftfresser wird
Institutioneller Missbrauch (z. B. in Internaten, Kirchen, Vereinen, Heimen oder anderen hierarchischen Systemen) trifft nicht nur den Körper oder die Psyche – er trifft dein Sicherheitsgefühl. Denn der Ort, der schützen sollte, war gefährlich.
Viele Betroffene merken die Folgen erst später, oft in Phasen, in denen eigentlich alles läuft: Job, Familie, äußerlich Stabilität.
Und trotzdem kann es sein, dass du Folgendes kennst:
Du kannst dir das vorstellen wie ein Hintergrundprogramm, das permanent Energie zieht. Du kannst noch Leistung bringen – aber es kostet unverhältnismäßig viel.
Der Trugschluss: Es müsste doch mal gut sein
Trauma reagiert nicht auf Kalenderjahre. Dein Nervensystem bewertet nicht nach Datum, sondern nach Gefahrensignalen. Ein Geruch, ein Tonfall, ein bestimmter Raum – sogar ein Formular oder eine Autoritätsstimme – kann unbewusst Alarm auslösen.
Das ist keine Schwäche. Das ist Biologie: Schutzmechanismen, die damals sinnvoll waren, sind heute nur noch zu schnell aktiv.
Hilfe holen heißt nicht Kontrolle verlieren – sondern Kontrolle zurückholen
Der Schritt, Unterstützung anzunehmen, fühlt sich für viele Männer an wie Kontrollverlust: "Wenn ich darüber rede, reißt alles auf." Oder: "Dann bin ich nicht mehr der, der alles zusammenhält."
Traumasensible Begleitung funktioniert anders als "einfach drüber reden".
Der Fokus liegt auf:
Du bestimmst, was du erzählst – und was nicht.
Was du konkret tun kannst:
Muss ich beim ersten Termin schon "meine ganze Geschichte" erzählen?
Nein. Du darfst klein anfangen. Es reicht, wenn du sagst, was heute bei dir wirkt: Schlaf, Anspannung, Trigger, Kontrolle. Du bestimmst, wie tief es geht – und wie schnell.
Was, wenn ich Angst habe, dass es mir danach schlechter geht?
Diese Sorge ist verständlich. Gute traumasensible Arbeit ist nicht "aufreißen und dann schauen wir mal", sondern: erst Stabilität, dann Inhalt. Ziel ist, dass du dich nach dem Termin orientierter und ruhiger fühlst – nicht überrollt.
Was, wenn ich mich eigentlich gar nicht als "hilfsbedürftig" sehe?
Du musst dich nicht so sehen. Hilfe holen heißt nicht, dass du "schwach" bist, es heißt, dass du Verantwortung für deine mentale Stabilität übernimmst. Das ist Kontrolle, nicht Kontrollverlust.
Ich funktioniere doch – warum soll ich überhaupt was ändern?
Weil Funktionieren oft einen Preis hat. Wenn du merkst, dass dein Körper ständig unter Strom steht, du innerlich eng wirst oder dich das Thema heimlich Energie kostet, dann darfst du dir Erleichterung holen. Nicht, weil du nicht kannst – sondern weil du nicht mehr alles alleine tragen musst.
Was ist ein realistisches erstes Ziel?
Nicht "alles klären". Sondern: weniger Alarm im Körper, besser schlafen, weniger innere Härte, mehr Wahlmöglichkeiten im Alltag. Schritt für Schritt.
Polizei 110.
Anonym & kostenlos: TelefonSeelsorge 116 123 oder 0800 1110111 / 0800 1110222.
Für Betroffene sexualisierter Gewalt (auch rückblickend): Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch 0800 22 55 530.
Für Männer nach Gewalterfahrungen: Hilfetelefon Gewalt an Männern 0800 1239900.
Lesezeit: ca. 5 Minuten
Viele männliche Überlebende von institutionellem Missbrauch haben ein feines Radar: Sobald etwas "zu emotional" wird, geht innerlich die Warnlampe an. Verständlich – denn damals war Emotion oft gefährlich.
Darum ist eine häufige Sorge: "Wenn ich damit anfange, verliere ich die Kontrolle?"
EMDR kann hier ein passender Ansatz sein, weil es strukturiert, klar und dosierbar arbeitet.
Was EMDR im Kern macht
EMDR steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing. Vereinfacht: Dein Gehirn bekommt Hilfe dabei, Erinnerungen, die "festhängen", neu zu verarbeiten.
Trauma-Erinnerungen fühlen sich oft nicht wie "Vergangenheit" an, sondern wie etwas, das sich jederzeit wieder einschalten kann. Der Körper reagiert, als wäre es wieder soweit.
EMDR arbeitet mit bilateraler Stimulation (z. B. Augenbewegungen, Tapping oder akustische Reize links/rechts), während gleichzeitig sehr kontrolliert an einem Thema gearbeitet wird.
Wichtig: EMDR ist nicht "Augen hin und durch". Gute EMDR-Arbeit ist sanft, vorbereitet und traumasensibel.
Warum EMDR für dich als Mann oft gut passt:
Wie "sanft und vorsichtig" konkret aussieht:
Online: Geht EMDR auch am Bildschirm?
Für viele Männer ist Online-Arbeit attraktiv, weil du:
Ob Online für dich passt, hängt vom Thema, deiner Stabilität und dem Setting ab. Seriös ist: erst prüfen, dann entscheiden.
Muss ich bei EMDR Details erzählen?
Nein. Du musst nichts "ausbreiten", um ernst genommen zu werden. Oft reicht ein grober Rahmen. Du entscheidest, wie viel Sprache du dafür nutzen willst – und was du für dich behältst.
Was, wenn ich Angst habe, bei EMDR die Kontrolle zu verlieren?
Dann wird genau dafür gesorgt, dass das nicht passiert. EMDR ist kein "Augen zu und durch". Du arbeitest in klaren Schritten, mit Stopps, Pausen und Stabilisierung. Du bleibst derjenige, der steuert.
Was, wenn ich kaum etwas fühle oder alles eher "im Kopf" habe?
Das ist nicht falsch – das ist oft Schutz. Viele Männer sind sehr gut darin, innerlich auf Distanz zu gehen. Genau damit kann man arbeiten, ohne Druck. Du musst nichts erzwingen, damit es wirkt.
Kann EMDR mich danach durcheinander bringen?
Es kann Bewegung ins System bringen – deshalb ist Vorbereitung so wichtig. Seriöse Begleitung sorgt dafür, dass du nicht "offen" nach Hause gehst, sondern mit Boden unter den Füßen. Mentale Stabilität ist Teil der Methode, nicht nur ein netter Zusatz.
Was ist ein gutes Zeichen, dass EMDR für mich passen könnte?
Wenn du dir wünschst, dass belastende Erinnerungen weniger "anspringen", du weniger Alarm im Körper hast und du dabei nicht stundenlang erzählen willst. Dann kann EMDR sehr gut passen.
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Institutioneller Missbrauch hat eine besondere Härte: Er lebt vom Machtgefälle. Regeln, Autorität, Abhängigkeit, Schweigekultur – und oft die Botschaft: "Du hast keine Kontrolle."
Was zurückbleiben kann, ist nicht nur Schmerz, sondern ein tiefes Misstrauen, auch gegenüber dem eigenen Empfinden.
Warum institutioneller Missbrauch so lange nachwirkt:
Das kann dazu führen, dass du Jahrzehnte später noch mit denselben inneren Mechanismen arbeitest: aushalten, nicht auffallen, hart bleiben, Kontrolle sichern.
Wenn du Bezug zum Maristenkolleg Mindelheim hast (oder zu ähnlichen Systemen)
Vielleicht suchst du sehr gezielt nach Kontext: "War ich allein? Gibt es andere? Gibt es Aufarbeitung?"
Wenn du Erfahrungen im Umfeld des Maristenkolleg Mindelheim gemacht hast – oder in vergleichbaren Einrichtungen – ist es nachvollziehbar, dass du Klarheit willst.
Wichtig: Aufarbeitung muss nicht heißen, dich öffentlich zu exponieren. Es gibt Wege, deine eigene Wahrheit zurückzuholen, ohne dich erneut auszuliefern.
Vernetzung kann Stärke sein – ohne Druck
Manchen Männern hilft es, diskret Kontakt zu Betroffeneninitiativen aufzunehmen oder sich erstmal anonym zu informieren. Du entscheidest, ob das für dich passt – und in welchem Tempo. Es gibt kein "Muss".
Wenn es um Therapie geht:
Der Verein "Wir sind Viele!" kann dir helfen, Wege zur Finanzierung zu öffnen
Wenn du Therapie möchtest, aber die Kosten dich ausbremsen, musst du das nicht alleine lösen. Der Verein "Wir sind Viele! e.V." unterstützt Betroffene dabei, die nächsten Schritte zu sortieren, und hilft – wo nötig – auch bei der Vermittlung (z. B. zu passenden Ansprechpersonen).
Ein wichtiger Punkt: In der Praxis kann "Geld generieren" bedeuten, mögliche Entschädigungs- und Leistungswege überhaupt erst zu erkennen und dann strukturiert anzugehen – etwa über zivilrechtliche Ansprüche, berufsgenossenschaftliche Wege oder kirchliche Anerkennungsleistungen (je nach Fall). Genau diese Optionen werden dort transparent erklärt, damit du nicht im Nebel stochern musst.
Für dich heißt das ganz konkret: Du musst dich im ersten Schritt "nur" an den Verein wenden – und bekommst Unterstützung dabei, wie du vorgehst und welche Schritte sinnvoll sind. (Wichtig: Der Verein sagt selbst, dass er keine Rechtsberatung anbietet, aber bei der Vermittlung hilft.)
Therapie-Ziel: mentale Stabilität + Kontrolle zurück in deine Hand
Ein stärkender, nicht-mitleidiger Ansatz bedeutet:
EMDR kann – gut vorbereitet – helfen, festhängende Erinnerungen so zu verarbeiten, dass sie Vergangenheit bleiben, statt ständig in die Gegenwart zu drücken.
Was du heute tun kannst:
Du musst jetzt nichts "großes" entscheiden. Es reicht, wenn du dir einen Schritt erlaubst, der sich für dich machbar anfühlt.
Muss ich mich im ersten Gespräch öffnen und alles erzählen?
Nein. Du darfst am Anfang ganz klein anfangen. Oft geht es erstmal darum, dass du ankommst, dich orientierst und spürst: Hier wird nichts forciert. Du gibst vor, wie viel du sagst.
Was ist, wenn ich Angst habe, die Kontrolle zu verlieren?
Dann ist genau das ein wichtiges Thema – und nichts, wofür du dich schämen musst. Gute traumasensible Arbeit ist so aufgebaut, dass du steuerungsfähig bleibst. Du darfst jederzeit stoppen, langsamer werden, Grenzen setzen.
Was, wenn ich mir unsicher bin, ob das "wirklich Missbrauch" war?
Das ist extrem häufig – gerade bei institutionellem Kontext, wo vieles verdreht wurde. Du musst dich nicht festlegen, bevor du Hilfe bekommst. Es reicht, dass du merkst: Etwas stimmt bis heute nicht. Etwas wirkt nach.
Und wenn ich jahrelang "funktioniert" habe – warum kommt es jetzt hoch?
Weil Funktionieren eine starke Strategie ist. Sie hat dich geschützt. Manchmal meldet sich das, was weggedrückt wurde, erst dann, wenn du innerlich ein bisschen mehr Luft hast – oder wenn dein System nicht mehr kann. Das ist kein Rückschritt. Oft ist es ein Zeichen, dass Veränderung überhaupt möglich wird.
Was ist ein realistisches Ziel für dich?
Nicht "alles aufarbeiten auf einmal". Sondern: besser schlafen, weniger innerer Alarm, weniger Druck, mehr Ruhe im Körper – und dass du wieder spürst, dass du in dir Kontrolle hast und mentale Stabilität wachsen kann.
Polizei 110.
Anonym & kostenlos: TelefonSeelsorge 116 123 oder 0800 1110111 / 0800 1110222.
Für Betroffene sexualisierter Gewalt (auch rückblickend): Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch 0800 22 55 530.
Für Männer nach Gewalterfahrungen: Hilfetelefon Gewalt an Männern 0800 1239900.
Stell dir dein Nervensystem wie das Betriebssystem deines Körpers vor – die unsichtbare Verbindung zwischen Gehirn, Körper und Geist, verbunden durch ein komplexes Netzwerk von „Kabeln“ und Verzweigungen. Es ist unsere ständige Kommunikationszentrale, die unermüdlich prüft, ob wir sicher sind oder uns in Gefahr befinden. Seit unserer Geburt ist es zuverlässig da, um uns zu schützen und unser Überleben zu sichern.
Dabei nutzt das Nervensystem eine Vielzahl von Sinnen und Nerven, die permanent den IST-Zustand in uns und unserer Umgebung überprüfen. Ob ein Raum einladend ist, ein Mensch offen und wohlwollend wirkt, ob wir willkommen sind, uns zugehörig fühlen – all diese Informationen nimmt unser System blitzschnell auf. Zuerst achten wir dabei instinktiv auf das Gesicht des anderen. Was strahlt es aus? Ist es freundlich oder feindlich? Wie bewegt sich die Person, und wie ist ihre Körperhaltung? Diese Eindrücke sind entscheidend: Sie beeinflussen, ob wir uns sicher fühlen oder ob unser Blutdruck steigt, weil wir uns auf eine potenzielle Gefahr vorbereiten müssen.
Dieser Überprüfungslauf läuft automatisch und schneller ab, als wir bewusst wahrnehmen können. Noch bevor wir den Raum überhaupt richtig „sehen“, hat unser autonomes Nervensystem längst den ersten Eindruck gewonnen – alles in Millisekunden.
Sicherheit als Basis für Heilung
Solange du dich nicht sicher fühlst – weder in dir selbst noch in deinem Umfeld – kann keine echte Heilung stattfinden
Was bedeutet das für dich? Es heißt, dass du erkennen solltest, in welchem Zustand sich dein Nervensystem hauptsächlich befindet. In welchem Modus trägst du dich durch die Welt? Fühlst du dich sicher und verbunden, oder bist du ständig auf der Hut, in einem inneren Alarmzustand und fühlst dich bedroht?
Überprüfe dich mal: Wenn du in dich hineinhorchst, was hörst du? Welche Gedanken und Gefühle tauchen auf? Welche Verhaltensweisen zeigen sich? Spürst du deinen Körper, und nimmst du wahr, wie es dir in deiner Umgebung geht? Wie reagierst du auf andere – und wie reagieren sie auf dich?
Dein Nervensystem kennt drei Hauptzustände:
Dein physischer Zustand beeinflusst deine psychischen Zustände – und umgekehrt. Wenn du gestresst bist, hast du negativen Gedanken. Und wenn du in negativen Gedanken feststeckst, beeinflusst das wiederum deine körperliche Verfassung. Dein Nervensystem ist ein dynamisches Zusammenspiel all deiner Prägungen: von den Erfahrungen mit deinen ersten engsten Bezugspersonen bis hin zu den prägenden Ereignissen und Erlebnissen deines Lebens. Ein Baby übernimmt also unreflektiert den Zustand des Nervensystems seiner Mutter. Das Bedeutet, dein System ist nicht zufällig entstanden; es ist ein Abbild deiner Geschichte, geprägt von Schutzreflexen und gespeicherten Erfahrungen – angenehmen wie unangenehmen.
Dein Körper trägt all das in sich, was du erlebt hast. Die große Frage ist, ob du weißt, was in dir präsent ist und warum du auf bestimmte Menschen, Situationen oder Körperreaktionen so reagierst, wie du es tust. Manchmal fühlst du dich sicher und verbunden, manchmal plötzlich distanziert und abgeschottet, und im nächsten Moment vielleicht wieder willkommen und geborgen.
Diese wechselnden Zustände sind nicht nur normal, sondern hochinteressant – gerade dann, wenn du daran arbeitest, alte Verletzungen zu heilen. Dein Nervensystem erzählt dir deine Geschichte, und über das Verstehen dieser Erzählung gewinnst du die Fähigkeit, mehr innere Sicherheit zu generieren.
Der Schlüssel liegt im Verstehen und Training
Heilung bedeutet, dir selbst und den Reaktionen deines Nervensystems zuzuhören. Beobachte deine Gedanken, deine Gefühle und deine körperlichen Reaktionen genau. Wenn du verstehst, warum dein Nervensystem auf bestimmte Weise reagiert, kannst du beginnen, diesen inneren Schutzmechanismus so zu trainieren, dass er dir in deiner heutigen Realität mehr Sicherheit und Stabilität gibt.
Dein Nervensystem ist kein festgelegter Zustand. Es ist ein dynamisches System, das du aktiv beeinflussen kannst – für ein Leben, in dem du dich sicher und verbunden fühlst.
Die Polyvagal-Theorie ist ein kraftvolles Werkzeug, um zu verstehen, wie dein Nervensystem auf Stress reagiert und wie du gezielt für mehr Ruhe und Sicherheit in deinem Leben sorgen kannst. Vielleicht kennst du das Gefühl, dass sich bei Stress die Gedanken im Kreis drehen und der Körper angespannt ist – dann befindest du dich in einem aktivierten Zustand deines Nervensystems. Die Polyvagal-Theorie hilft dir zu erkennen, welche Strategien dich zurück in die Ruhe bringen und wie du langfristig mit Stress umgehen kannst.
Die drei Zustände deines Nervensystems
Bevor wir zu den praktischen Tipps kommen, ist es hilfreich zu wissen, wie dein Nervensystem funktioniert. Laut der Polyvagal-Theorie gibt es drei Hauptzustände:
Polyvagales Stressmanagement – Zurück in die Ruhe finden
Hier sind einige praktische Schritte, wie du polyvagale Prinzipien nutzen kannst, um deinen Stress im Alltag besser zu regulieren:
Selbstwahrnehmung stärken:
Der erste Schritt ist, in dich hinein zu spüren. Nimm dir täglich ein paar Minuten, um wahrzunehmen, wie sich dein Körper anfühlt. Spürst du Anspannung in bestimmten Bereichen? Fühlst du dich innerlich ruhig oder aktiviert? Diese kleine Routine hilft dir, frühzeitig zu erkennen, wenn du in einen stressigen Zustand rutschst.
Ko-Regulation im Alltag einbauen:
Ko-Regulation bedeutet, dass du durch den Kontakt zu anderen Menschen dein Nervensystem beruhigen kannst. Gespräche mit guten Freunden, ein Spaziergang oder einfach eine kurze, freundliche Interaktion mit jemandem kann dir helfen, dich sicher und verbunden zu fühlen. Nutze diese Momente, um deinen Stresslevel zu senken.
Atemübungen und Achtsamkeit:
Atemtechniken sind wunderbar, um vom sympathischen (Kampf- oder Flucht) Zustand zurück in den ventralen Vagus-Zustand zu kommen. Probiere es einmal mit der 4-7-8-Methode: Atme auf 4 ein, halte den Atem auf 7 und atme auf 8 aus. Diese Übung beruhigt das Nervensystem und hilft, dich wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
Kleine Momente der Ruhe schaffen:
Häufig kann unser Nervensystem schwer zur Ruhe kommen, wenn wir von einer Aufgabe zur nächsten hetzen. Baue kleine Pausen in deinen Alltag ein. Schon ein paar Minuten Innehalten können einen großen Unterschied machen und dein Nervensystem dabei unterstützen, sich zu entspannen.
Diese einfachen Schritte helfen dir dabei, die Signale deines Körpers noch besser wahrzunehmen und sensibler auf Stress zu reagieren. Je öfter du sie praktizierst, desto leichter wird es dir fallen, in herausfordernden Situationen Ruhe zu bewahren. Wenn du weißt, wie du in Stress gerätst, kannst du von vorneherein für einen anderen Verlauf sorgen, weil du achtsam mit dir bist.
Melde dich gern, wenn du Schwierigkeiten dabei hast.
Kennst du das Gefühl, dass es manchmal so scheint, als hättest du nie genug?
Als würdest du ständig danach streben, mehr zu haben – sei es mehr Erfolg, mehr Besitztümer oder mehr Anerkennung?
In unserer hektischen Welt, in der immer etwas Neues lockt, ist es leicht, in diesem Strudel des "Niemals genug" gefangen zu sein. Insbesondere in den „Fängen von Social Media“, in der scheinbar alle anderen mehr haben und besser, schöner und erfolgreicher sind.
Aber was wir oft übersehen, ist: Genug zu haben ist keine Frage von Quantität, sondern von Perspektive. Es geht nicht darum, wie viel du hast, sondern darum, wie du das, was du hast, schätzt und wertschätzt.
Wir könnten doch mal einen Schritt zurücktreten und bewusst darüber nachzudenken, wie wir mit dem umgehen, was uns Leben schenkt. Bemerken wir das überhaupt? Achtsamkeit und Dankbarkeit sind zwei Schlüssel, um aus dem Kreislauf des nie Genug zu entkommen. Indem du erkennst, jeden Moment und jede Gabe – also jedes Geschenk, das du bekommst zu würdigen, öffnest du die Tür zu einem erfüllteren und zufriedeneren Leben.
Die Wurzeln dieses unbefriedigten Bedürfnisses, nie genug zu haben, können oft in unserer Kindheit gefunden werden. Manchmal hängt dieses Gefühl damit zusammen, dass wir in unserer frühen Entwicklung oder in unseren Beziehungen zu wichtigen Personen Defizite erfahren haben. Wenn wir zum Beispiel nicht genug Nähe, Aufmerksamkeit oder Liebe von einer Beziehungsperson bekommen haben, wird sich dieses Muster später in unserem Leben sehr wahrscheinlich auf andere Bereiche und Personen übertragen. Und dann fängt es an wehzutun.
Die Sehnsucht nach "mehr" kann dann zu einem Versuch werden, diese ursprünglichen Defizite zu kompensieren. Wir versuchen, das Gefühl des "nicht genug bekommen haben" zu überwinden, indem wir uns auf andere Dinge konzentrieren – sei es beruflicher Erfolg, materieller Besitz oder Anerkennung von anderen. Aber diese Kompensation kann niemals das tiefe Bedürfnis nach Nähe und Liebe ersetzen, das vielleicht in unserer Kindheit nicht erfüllt wurde.
Der Weg zur Heilung und zur Überwindung dieses Gefühls des nie Genug liegt darin, sich mit den Wurzeln dieses Musters auseinanderzusetzen. Wirklich hinzusehen und anzuerkennen, dass man damals nicht genug bekommen hat. Das das Kind in uns noch immer auf Zuwendung, Liebe und Aufmerksamkeit wartet.
Es erfordert Mut und Selbstreflexion, um zu erkennen, wie unsere Vergangenheit unser aktuelles Verhalten beeinflusst. Durch therapeutische Begleitung, Coaching oder persönliche Entwicklung können wir die alten Wunden heilen und uns von der ständigen Suche nach "mehr" befreien. Innere Kind Arbeit kann hier ein großer Schritt in die Richtung sein, das bedürftige Kind nachträglich zu versorgen. Beständige Aufmerksamkeit für uns selbst und unsere Handlungen machen deutlich, wo wir hinschauen dürfen.
Indem wir uns bewusst werden und uns mit unseren inneren Bedürfnissen auseinandersetzen, können wir beginnen, ein erfüllteres Leben zu führen. Achtsamkeit und Dankbarkeit helfen uns dabei, die Fülle in jedem Moment zu erkennen und das Gefühl des nie Genug zu überwinden. Vielleicht magst du mit einem Dankbarkeitstagebuch beginnen, um dir deutlich zu machen, welche Geschenke du am Tag erhältst.
Ähnlich wie die Bäuerin, von der diese Geschichte handelt, die du vielleicht kennst:
Vor langer Zeit lebte eine Bäuerin, die steckte jeden Morgen eine Handvoll Bohnen in ihre linke Rocktasche. Im Verlauf des Tages, nachdem sie schöne Augenblicke erlebt oder Freude empfunden hatte, nahm sie eine Bohne aus der linken Tasche und legte sie behutsam in die rechte.
Anfänglich geschah dies nicht allzu oft. Doch mit jedem voranschreitenden Tag sammelten sich vermehrt Bohnen an, die den Weg von der linken zur rechten Hosentasche fanden. Der Duft der morgendlichen Luft, das Zwitschern der Vögel auf dem Dachfirst, das Lachen ihrer Kinder und die angenehmen Gespräche mit Nachbarn – all diese Momente sorgten dafür, dass eine Bohne nach der anderen in der rechten Tasche landete.
Vor dem Zubettgehen zählte die Bäuerin die Bohnen in ihrer rechten Hosentasche und bei jeder einzelnen konnte sie sich an das positive Erlebnis erinnern, das damit verbunden war. So schlief sie zufrieden und glücklich ein – selbst, wenn nur eine einzige Bohne in ihrer rechten Tasche ruhte.
Veränderungen beginnen immer mit Bewusstwerdung. Sobald dir bewusst wird, wie es dir wirklich geht, womit du unglücklich bist und womit glücklich, kannst du handeln. Denke daran, dass du die Macht hast, diese Veränderung in deinem Leben herbeizuführen. Ein Danke Tagebuch kann dir wirklich helfen, diese Veränderung herbeizuführen. Weil sie darüber in dein Bewusstsein gelangen. Tu dir den Gefallen und probiere es einmal für 6 Wochen aus. Wenn es sein sollte, dass du dich dadurch nicht zufriedener und glücklicher fühlst, lässt du es sein.
Ich freue mich über eure Rückmeldungen!
Laut einer umfangreichen Studie aus den USA von 2013 hat rund 90% der US-Bevölkerung mindestens einmal im Leben ein traumatisches Ereignis erlebt. Etwa 8% entwickeln daraus nachweislich eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS), wobei die Dunkelziffer weitaus höher liegt. Es ist also anzunehmen, dass ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung Traumata erlebt hat und viele davon unter Traumafolgestörungen leiden, ohne zu wissen, dass ihre Probleme mit einem Trauma zusammenhängen könnten. Bei der Interaktion mit anderen Menschen haben wir also höchstwahrscheinlich auch mit Personen zu tun, die ihre Traumata noch nicht verarbeitet haben. Man kann sich dies vorstellen wie eine unverarbeitete Wunde, die tief in uns schlummert, oft im Unbewussten, und sich wie ein ruhender Vulkan verhält. Ein geeigneter Auslöser kann dazu führen, dass dieser Vulkan eruptiert, und wir erleben dies, wenn Menschen in unangemessener Weise auf äußere Reize reagieren. Diese Reaktion passt dann nicht zur Situation oder zum Ereignis.
Die Frage ist nun, wie es gelingen kann, in der Kundenberatung traumasensibel zu agieren. Hier sind meine 5 hilfreiche Empfehlungen:
Sie sagen jetzt vielleicht, das ist doch alles klar, genauso berate ich bisher. Dann möchte ich Sie einladen, sich beim nächsten Kunden mal aus der Vogelperspektive zu betrachten. Sind Sie wirklich freundlich und authentisch zugewandt? Schaffen Sie möglichst viele Wahlmöglichkeiten, oder weisen Sie einfach einen Platz zu? Fragen Sie gleich drauflos, oder gestatten Sie der Kundin erst einmal, anzukommen und sich im Raum zu orientieren? Welche Haltung nehmen Sie gegenüber der Person ein, die Ihnen begegnet? Sind Sie abschlussorientiert oder kundenorientiert?
Wenn die Bedeutung dieser 5 Punkte nicht nur erkannt, sondern auch begriffen und konsequent umgesetzt wird, bin ich mir sicher, dass sich Ihre Beratung verändert. Sie wird tiefer, ruhiger und für beide Seiten beständiger.
Eine traumasensible Herangehensweise in der Kundenberatung ist ein Gewinn für beide Seiten. Besonders in Zeiten, in denen sich Menschen verstärkt zurückziehen, ist es von großer Bedeutung, einander zuzuwenden und so Wärme und Zuversicht zu schenken.
Heute möchte ich ein Stück meiner Lebensreise mit euch teilen, ein Kapitel, das mich dazu bewegt hat, meinen Coaching-Fokus neu auszurichten und tiefer in die Welt des Traumas einzutauchen.
In den letzten Monaten habe ich intensive Coaching und Trauma-Ausbildungen absolviert. Warum? Weil ich festgestellt habe, dass viele meiner Coachees, und vielleicht gehörst du auch dazu, in ihrem Leben an bestimmten Punkten immer wieder am selben Punkt stehen bleiben - dem Punkt des Traumas.
Dieser Stillstand, dieses Gefühl von Einfrieren und Wiederholen, das ist frustrierend, für beide Seiten und ich wollte das so nicht mehr. Trauma hat die Macht, das Leben eines Menschen tiefgreifend zu beeinflussen. Oft fühlen wir uns diesem Trauma ohnmächtig und hilflos ausgeliefert. Diese Gefühle, sie können so überwältigend sein, dass sie den gesamten Alltag beherrschen. Ein Trauma ist eine Wunde. Manchmal ist sie verheilt, manchmal ist sie noch frisch oder sie heilt nur schwer.
Aber hier ist die gute Nachricht: Trauma kann integriert werden. Und ja, ich wage zu sagen, es kann gelöst werden. Mit "gelöst" meine ich nicht, dass es einfach aufgelöst werden kann, oder verschwindet. Stattdessen sehe ich es wie das Lösen einer festen Trauma-Zange, die dich gefangen hält.
Du brauchst Geduld und Ausdauer, aber der Weg lohnt sich. Wenn du viele (frühe)Traumata erlebt hast, kennst du wahrscheinlich auch das Gefühl des Energieverlusts. Denn in diesen Traumata stecken gebundene Energien, Lebenskraft und oft auch Lebensfreude. Du verbringst so viel Zeit damit, deinen Triggern aus dem Weg zu gehen, Menschen und Orte zu meiden oder unangenehme Situationen zu verlassen. Das kostet dich enorm viel Lebenskraft und lässt dich abends erschöpft und vielleicht sogar schlaflos zurück.
Das ist kein Zustand! 😒
Trauma sind wie eingefahrene neuronale Muster, die oft in der Kindheit ihren Ursprung haben. Besonders Bindungs- und Entwicklungstraumata sind wie solide eingeprägte Routinen. Sie sind nicht umsonst so stabil; du hast sie gebraucht, um zu überleben. Diese Muster wiederholen sich im Alltag immer wieder, oft ohne, dass du es merkst. Wenn es dann passiert ist, ärgerst du dich, weil du eigentlich einen anderen Weg gehen oder anders handeln wolltest. Aber alle Veränderungen sind für das Gehirn in erster Linie ein Energieverlust. Deshalb führt es automatisch alte Verhaltensweisen aus.
Der einzige Weg, dieser Trauma-Zange zu entkommen, ist, dich deinem Trauma zuzuwenden, in kleinen Schritten. Du musst begreifen (mehr noch als verstehen), dass du es nicht einfach loswerden kannst. Du kannst es jedoch integrieren, so wie eine Narbe auf deinem Körper. Und vielleicht sind es sogar mehrere Narben und Wunden. Manche Wunden müssen nachversorgt werden, damit sie zu guten Narben heilen können. Genau so ist es mit dem Trauma. Lass uns metaphorisch ein Pflaster auf deine Traumawunde kleben. Dieses Pflaster besteht aus Stärkung deines Selbstbewusstseins, Achtsamkeit, Resilienz, Mitgefühl und zwischenmenschlicher Beziehung. Wenn diese Elemente auf deine Wunde einwirken, kann sie heilen.
Bitte vergiss nie: Deine Probleme von heute sind deine Lösungsversuche von damals. Habe also Verständnis und Mitgefühl für dich und deine Symptome. Sie waren und sind deine Überlebensstrategien. Sie haben dich beschützt und ermöglicht, das Unvorstellbare zu ertragen.
Ich werde mein Bestes geben, um dich darüber aufzuklären, wie Trauma entsteht und was du tun kannst. Ich arbeite gerade an einem Workshop, der dir Schritt für Schritt bei deiner Veränderungsreise helfen kann. So kannst du autark und nach deiner Zeiteinteilung an deinem Veränderungsprozess arbeiten.
Wichtig ist, dass du Geduld mit dir hast. Dein System, dein Körper sind für dich. Sie wollen dich schützen. Alles was du fühlst hat einen Sinn!
Ich habe da gestanden wo du gerade stehst. Und habe mich Stück für Stück aus dem Schlamassel gezogen. Ob ich keine Traumafolgen mehr habe? Schön wärs! 😊 Ich kämpfe oft genau wie du. Aber ich weiß inzwischen was mit mir los ist. Ich habe Verständnis für mich und für das was mein Körper mir zeigt. Und weißt du was, gemeinsam ist das alles viel angenehmer, weil ich weiß, was ich fühle und erlebe hat einen Sinn und ich bin damit nicht allein. Du bist damit auch nicht allein. Wir sind viele! Sehr viele - zu viele. Dafür bin ich aufgestanden. Jede weitere Frau, die das durchmachen muss, ist eine zuviel.
Ich bin aufgestanden um zu unterstützen und Hände zu halten. Halt zu geben. Meine Erfahrung weiter zu geben. Wenn du das brauchst, reiche ich auch dir meine Hand. Gemeinsam sind wir stark.
Wenn du Fragen hast, stehe ich gerne zur Verfügung.
Deine Kathrin 💃💖
Am Wochenende war meine jüngste Tochter (25J) bei mir. Wir sprachen über Spiritualität. Sie erzählte mir, dass sie mit Spiritualität nicht viel am Hut hätte, sie hat ihren eigenen Weg gefunden. Sie sagte zum Beispiel: „andere glauben vielleicht an Gott oder irgendeine Kraft, die von irgendwo her kommt, ich glaube an Karma.“ Ich war ganz erstaunt und fragte: „du glaubst an Karma??“ „Ja, sagte sie, so heißt das bei mir. Wenn ich zum Beispiel in die Stadt fahre (sie wohnt in einer großen Stadt) sage ich innerlich, so Karma, such mir bitte einen Parkplatz. Dann fahre ich herum und sie führt mich und plötzlich ist ein Parkplatz für mich da. Mein Mann ist dann immer ganz hektisch und fragt, wo fährst du denn schon wieder hin? Und ich sage ihm: Mein Karma sucht mir einen Parkplatz, bleib locker“. „Das klappt immer! Wenn Marco fährt, ist er in der Stadt ganz genervt und sagt dann: „sag deinem Karma mal, es soll mir einen Parkplatz suchen! Aber das klappt nicht. Er muss sein eigenes Karma bemühen, wenn er fährt.“ Ich war erstaunt, wie locker und leicht sie damit umgeht. Wir tun uns oft so schwer damit und meinen, es ist anstrengend. Julia ist da aber ganz locker und unkompliziert. Inzwischen, so sagt sie, macht Marco das auch – und es funktioniert! Julia war zum Beispiel auch noch nie in einer meiner Aufstellungen. Sie schickt ständig Leute, denen das ihrer Meinung nach helfen würde, hat aber den Ablauf noch nie erlebt.
Ein gutes Beispiel dafür, dass man nicht alles erlebt und gesehen haben muss, um an die Wirksamkeit zu glauben. Wir meinen oft, dass Methoden nicht funktionieren, weil wir nicht an ihre Wirksamkeit glauben. Und machen es uns sehr kompliziert dabei. Wir ziehen Daten heran, vielleicht sogar ungefiltert und ohne sie nachzuprüfen und glauben eher diesen Daten, die irgendwer (also ein X beliebiger Mensch, der von sich glaubt Ahnung zu haben!) dort eingebracht hat, als neues einfach mal anzusehen oder auszuprobieren. Das Internet ist voll von Meinungen anderer. Vielleicht hören wir einfach mal wieder auf unser Bauchgefühl? Das ist stumm geworden? Meldet sich nicht mehr? Auch das kann man wieder üben. Indem man still wird. Und in sich hinein horcht. Sich vertraut. Die Stimme wieder wahrnimmt. Julia hat viel Spaß dabei. Sie hört sich vieles an und entscheidet dann, ob das etwas für sie ist oder nicht. Gleichzeitig kann sie es einfach da sein lassen. Wenn sie dann etwas braucht, kommt sie und fragt danach. Bachblüten für ihren Hund, Aufstellungen für eine Freundin, Homöopathie für irgendein Wehwehchen. Ich wünsche uns allen, dass wir ungezwungener mit Spiritualität umgehen, spielerischer, in Form von ausprobieren, was uns guttut. Experimentieren, reinfühlen, wirken lassen. Und Spaß dabei haben! Julias Karma ist übrigens eine Frau ;)) so geht es auch… (2018)
Wenn es uns nicht gut geht, wissen wir oft nicht, wie wir uns selber wieder aus diesem Loch ziehen können. Dabei geht es eigentlich ganz leicht: durch Dankbarkeit! Dankbarkeit ist sehr entscheidend, um dem Strudel in schwächende Gedankenbilder zu entkommen. Leider wird diese Kraft noch immer häufig belächelt. Erst die nähere Betrachtung des Themas gibt die verborgenen Schätze preis. Dankbarkeit transformiert Gefühle von Mangel in Fülle, Unglück in Glück, Hass in Liebe. Ich höre häufig von Klientinnen, ich hasse meinen Exmann. Ich will ihn am liebsten nie wieder sehen! Wenn ich aber frage: „Kannst du ihm danken für eure gemeinsamen Kinder“, verwandelt sich der Hass oft in Dankbarkeit. Alles ist wandelbar. Wenn du erst mal erkannt hast, wie wertvoll Dankbarkeit für deinem Leben sein kann, dann wirst du beginnen, sie häufiger in deinen Alltag zu integrieren und anzuwenden. Wenn du Kinder hast, kannst du mit ihnen abends vor dem Schlafengehen eine kleine Übung machen. Ihr erzählt euch, wofür ihr am Tag dankbar ward. Das schärft auch für Kinder die Beobachtung für ihr Gefühl und für Ereignisse, die sonst so schnell vorübergehen. Wenn das eine regelmäßige Übung für die Kinder ist, brennen sie abends schon richtig darauf, dir von ihren Erlebnissen zu berichten.
Und das, was da so kommt, kann einem schon zu Tränen rühren…Es gibt vieles, wofür wir dankbar sein können/sollten. Du kannst dankbar sein für deine Kinder. Deinen Körper, der dir die Kommunikation, das Erleben mit der Außenwelt ermöglicht. Dankbar für das Leben, die Blumen, die im Garten sprießen und um die Wette leuchten, die Sonne die schon so schön wärmt, den Wind, der durch dein Haar streift….Auch deinem Partner darfst du gern mal wieder sagen, wie dankbar du bist, dass er oder sie an deiner Seite ist. Dass er oder sie dir zuhört, sich täglich wieder für dich entscheidet, dass er/sie Kompromisse eingeht und dir Aufmerksamkeit schenkt. Es ist nicht selbstverständlich, dass er/sie da ist! Das Wundervolle an der Dankbarkeit ist auch, dass du für vergangenes, für gegenwärtiges und sogar für zukünftiges dankbar sein kannst. Jede Zeitform hat dabei etwas ganz Besonderes, wenn du ihr Beachtung schenkst. Und jede Zeitform hat ein Geschenk für dich dabei. Fülle! Frieden! Liebe. Es geschieht ein unglaublicher Wandel, wenn du Gefühle von Dankbarkeit zulässt. Wenn dein Blick nicht mehr im Mangel begründet liegt, sondern in Dankbarkeit und Fülle, die dich umgibt. Leg dir gern ein Dankbarkeitstagebuch an. Da kannst du jeden Abend hineinschreiben, wofür du heute dankbar warst. Es beflügelt dich und lässt dich wunderbar schlafen.
Leg eine Hand auf dein Herz und frag dich, wofür du heute dankbar bist.
Was hat dir der Tag für Geschenke gebracht? Große und Kleine. Welchen Menschen bist du begegnet? Wer ist für dich da gewesen? Was hast du erlebt? Wer hat dich herausgefordert? Schließe deine Augen und erinnere dich an all diesen Menschen und Ereignisse. Lass den Tag noch einmal vor deinem inneren Auge Revue passieren. Öffne dein Herz und lass deine Liebe für all diese Erinnerungen direkt hineinfließen und danke all den Menschen, die dein Leben heute bereichert haben. Danke auch den Menschen, bei denen du nicht sofort erkannt hast, was sie positives in dein Leben gebracht haben– das ist die höchste Kunst! Sei auch dort in Frieden mit dir.
Lass die Liebe und die Dankbarkeit in jede Zelle von dir fließen und in jede Ecke deines Körpers warmes Licht bringen. Mit jedem Atemzug spürst du die Verbundenheit mit dir und allem Leben auf der Welt. Lächele! Diese Übung kann dein Leben verändern, glaube mir! Wenn du statt Mangel Dankbarkeit ausstrahlst, wirst du dein Leben und das deiner Mitmenschen verändern. Eine wundervolle Übung. (2018)
Wenn wir uns heute begegnen würden und ich dich spontan fragen würde, welche acht Werte dir in deinen Beziehungen am wichtigsten sind, könntest du mir darauf antworten? Und falls ja, in welchem Maße lebst du sie tatsächlich?
Das Kennen und Treu-Bleiben deiner Werte hat nichts mit Moral zu tun. Es ist eine Frage der Selbstachtung und des inneren Wohlbefindens. Deine Werte dienen gleichzeitig als Leitbild für deine Beziehungen und geben deinem Partner eine kleine Landkarte an die Hand, die den Umgang mit dir erleichtern kann. Jeder Mensch hat tief verwurzelte innere Werte, nach denen er handelt. Oft sind sie im Unbewussten verborgen und von großer Bedeutung. Indem wir Menschen beobachten, können wir oft Rückschlüsse auf ihre Werte ziehen. Ob diese Werte auch wirklich denjenigen entsprechen, die sie äußern zu haben, zeigt sich, wenn wir sie genau beobachten. Ein Mensch kann nur für kurze Zeit gegen seine Werte leben. Auf lange Sicht macht uns das krank und unglücklich.
Wenn wir jedoch im Einklang mit unseren Werten leben und uns in Beziehungen befinden, in denen unsere Werte Anerkennung finden, bauen wir ein solides Fundament für unser Glücklichsein auf! Tatsächlich sind Menschen, die nach ihren Werten leben, deutlich gesünder, erfolgreicher und ausgeglichener. Werte geben uns eine Orientierung in unserem Leben. Wir handeln und leben ohnehin bewusst oder unbewusst nach unseren Werten. Daher können sie an unseren Taten gut abgelesen werden. Wenn du beispielsweise eine aufmerksame Person bist, bringst du deiner Liebsten wahrscheinlich häufiger Blumen mit nach Hause oder versteckst kleine Zettelchen mit aufmunternden Worten in der Brotdose deines Kindes vor einer Prüfung: "Du schaffst das!"Wenn du ein verantwortungsbewusster Mensch bist, arbeitest du wahrscheinlich viel, um deiner Familie einen gewissen Lebensstandard zu bieten und sie zu versorgen. Oder du kümmerst dich liebevoll um ein Tier, das dir während der Urlaubszeit anvertraut wurde.Deine Werte zeigen dir, was dir wichtig ist, wie du leben möchtest und wofür du einstehst. Sie werden oft durch unsere Kindheit geprägt, können sich aber auch im Laufe des Lebens verändern.
Es gibt unzählige verschiedene Werte, das ist wahr. Aber welche sind deine? Welche definieren dich und machen dich einzigartig? Wenn du deine Werte aufschreibst, nimm dir anschließend einen Moment, um sie genauer zu betrachten. Sind das wirklich deine eigenen Werte oder sind es diejenigen, die "man" eben so hat? Wie zum Beispiel "Treue", "Vertrauen" oder "Ehrlichkeit". Oft gehören diese Werte zu unserem kulturellen Hintergrund, aber entsprechen sie auch den Werten, die du selbst leben möchtest? Und sind sie die Werte, die du von deinem Partner erwarten möchtest? Sind es wirklich deine Werte? In der Liste oben habe ich einige Werte aufgeführt. Wenn du sie betrachtest... Welche davon haben eine Bedeutung für dich? Sind diese Werte nur auf die Partnerschaft beschränkt oder gelten sie für alle Bereiche deines Lebens? Du gewinnst Klarheit über deine Werte, indem du dich fragst, was dir in deiner Beziehung wirklich wichtig ist. Schreibe es einfach einmal auf. In der Regel sind es Dinge wie Freiheit, Treue oder Vertrauen. Aber du bist so individuell wie deine Werte. Für mich ist es zum Beispiel wichtig, dass mein Partner mein Leben vor ihm anerkennt, mit all dem, was (und wer) war. Und natürlich gilt das auch für mich. Und das bedeutet, ohne über vergangene Dinge herzuziehen, sie schlechtzumachen oder abzuwerten. Über vergangene Beziehungen wird nicht diskutiert! Wenn du aufschreibst, was dir wichtig ist, wirst du schnell erkennen, welche Hauptwerte dein Leben prägen. Das ist es, was dich ausmacht! Betrachte deinen aktuellen oder zukünftigen Partner auch im Hinblick auf diese Werte. Die Werte sollten sich nicht gegenseitig behindern, sonst werdet ihr keinen Frieden miteinander finden. Glaube mir, wenn du Freiheit liebst und er Treue, wird es jedes Mal zu Spannungen kommen, wenn du mit jemandem ein tiefes Gespräch führst und dabei ein kleiner Flirt entsteht. Wenn dir Ordnung wichtig ist und er Spontaneität und Abenteuerlust schätzt, wird er möglicherweise ständig unterwegs sein und keine Zeit haben, alles aufzuräumen. Dadurch fühlst du dich unwohl, weil so viel herumliegt. Es ergibt Sinn, sich die Werte des anderen anzusehen, auch um Verständnis aufzubringen. Wenn er weiß, dass dir Ordnung wichtig ist, kann er vielleicht bevor er sein nächstes Abenteuer erlebt, schnell das Chaos beseitigen und du bist damit vollkommen zufrieden und kannst dich auf das gemeinsame Abenteuer einlassen.
In diesem Sinne – sei wert-voll!
Erfolg ist Lebenskraft!
Heute möchte ich mit dir über Erfolg sprechen und die unterschiedlichen Perspektiven, die damit verbunden sind. Erfolg sollte nicht nur auf die berufliche Ebene beschränkt sein, denn er umfasst viel mehr als das Streben nach einer herausragenden Karriere. Erfolg ist auch nicht nur eine Angelegenheit des Egos oder ein purer Selbstzweck.Ich habe festgestellt, dass die Meinungen über Erfolg stark gespalten sind. Es gibt diejenigen, die stolz von ihrer Karriere erzählen, von luxuriösen Autos und exotischen Urlauben schwärmen. Dann gibt es diejenigen, die sich zurückziehen und erklären, dass sie keinen Erfolg brauchen, um glücklich zu sein. Und natürlich gibt es auch diejenigen, die glauben, dass sie bereits zu alt sind, um noch nach Erfolg zu streben und dieses Feld den Jüngeren überlassen sollten.Doch was ist Erfolg für dich? Nimm dir einen Moment Zeit und überlege, welche Assoziationen du damit verbindest. Für viele Menschen scheint Erfolg nur mit beruflichem Aufstieg, dem Erklimmen der Karriereleiter und finanzieller Stärke verbunden zu sein. "Mein Haus, mein Boot, mein Urlaub" - aber ist das wirklich der wahre Erfolg?Ich bin fest davon überzeugt, dass Erfolg kein Selbstzweck ist, sondern eine Energiequelle, die auch unser Umfeld beeinflusst. Wenn du eine Vision, einen Traum oder einen Wunsch hast, den du verwirklichen möchtest, entfaltet sich eine Welle der Energie und (Vor-)Freude in dir. Du spürst diese Energie sofort und verspürst den Wunsch, ihn so schnell wie möglich umzusetzen. Dein Umfeld spürt das ebenfalls. Oft lassen sie sich von deiner Vision mitreißen, werden berührt und empfinden ebenfalls Freude. Deine Idee hat Auswirkungen auf dein Umfeld, deine Kollegen und Freunde. Sie sehnen sich ebenfalls nach diesem freudvollen Zustand, nach diesem Kribbeln, wenn es um die Frage der Umsetzung, der Möglichkeiten und des Ausbrechens aus dem Alltag geht. Sie beginnen, sich selbst zu hinterfragen, ob auch in ihnen eine Idee schlummert, die verwirklicht werden will. Sie fragen sich, ob es an der Zeit ist, ihre eigenen Grenzen zu überdenken. Dadurch entsteht ein gewisser Druck. Deine Welle erzeugt viele kleine Wellen und berührt einige Menschen. Neue Ideen entstehen, möglicherweise sogar größere Projekte.
Also denke nie wieder, dass Erfolg ein Selbstzweck ist! Erfolg ist Inspiration, Erfolg ist Leben! Denke an eine Pflanze, die sich gegen Kälte, Sonne, Regen und manchmal sogar Schnee und Eis behaupten muss, um durch die Erde hin durchzuwachsen und sich schließlich der Sonne und dem Licht zuzuwenden. Das ist Erfolg!Der Grund, warum du einen leckeren Apfel, saftige Kirschen, Birnen oder Pflaumen genießen kannst, liegt an den Bienen. Sie bestäuben Jahr für Jahr die Obstbäume, und köstliche Früchte sind ihr Erfolg!Erfolg ist keine Selbsterfüllung! Selbst unsere Geburt, ja schon unsere Zeugung, ist ein Erfolg! Du hast dich durchgesetzt, sonst wärst du jetzt nicht hier. Eine einzige Spermie hat die Eihülle durchdrungen und somit dazu beigetragen, dass du entstanden bist. Was für ein unglaublicher Erfolg! Du bist also von Geburt an ein Erfolgsmensch! Du bist bereits erfolgreich geboren worden! Als kleines Kind war uns klar, dass wir alles erreichen können. Wir waren auf Erfolg ausgerichtet und haben erfolgreich Laufen, Sprechen, Essen und Malen gelernt. Wir waren freie Geister, die groß gedacht haben, ohne Grenzen. Wir hatten von Natur aus ein starkes Vertrauen in unsere Fähigkeiten und glaubten daran, dass wir alles schaffen können. Jedes gemalte Bild war ein Meisterwerk, jeder Turm aus Bauklötzen ein erstaunliches Kunstwerk. Wir waren kleine Genies. "Ich kann nicht" oder "Ich bin nicht gut genug" waren uns fremd - diese Gedanken wurden uns erst später beigebracht.Doch die Schuljahre und das Leben setzen uns unter enormen Druck. Wir werden ständig miteinander verglichen und auf Leistung getrimmt. Lob hören wir selten, meistens wurden wir als nicht gut genug bewertet und man sagte uns, dass wir uns mehr anstrengen müssten, um besser zu werden. Dadurch begannen wir, nicht mehr an uns selbst zu glauben. Sobald wir die Schule verlassen, schrumpfen unsere Träume. Wir denken klein und setzen uns selbst in eine Schublade. "Ich bin..." steht nun vorne drauf.Es ist an der Zeit, wieder anzufangen zu träumen. Wenn es in deinem Umfeld Menschen gibt, die noch träumen, solltest du sie nicht auslachen oder ihre Träume zunichtemachen, nur weil du selbst nicht mehr an deine eigenen Träume glaubst. Du gehörst nicht zu denjenigen, die Träume verhindern oder ständig besserwisserische Zweifel äußern. Unsere leistungsorientierte Wettbewerbsgesellschaft erzeugt Mitläufer und Kleingeister, Menschen, die anderen ihre Träume und Visionen ausreden, um aus den Zweiflern eine starke Gemeinschaft zu formen. Sie warten nur darauf, dass die Mutigen scheitern, um ihre eigenen Zweifel zu bestätigen. Schau dich um - wer bestärkt deine Träume? Wer unterstützt dich sofort und ermutigt dich, an deine Vision zu glauben? Und wer kommt mit Zweifeln und Hindernissen auf dich zu?Lass dich nicht entmutigen. Die Zweifler wurden von der Schule, vom Leben und von anderen Zweiflern klein gemacht. Auch sie hatten einst Träume und Ziele, aber mittlerweile glauben sie nicht mehr daran, dass sie gut genug sind, um eigene Ideen zu entwickeln. Wenn du ihnen als Vorbild vorangehst und unbeirrt deinen eigenen Weg gehst, während du jemanden findest, der dich unterstützt und an dich glaubt, werden einige der schlummernden Freigeister wieder zum Leben erweckt. Oft brauchen sie einfach nur jemanden, der den ersten Schritt geht, der das Licht der Mutigen trägt und seine Vision offenbart. Suche dir jemanden, der bereits den Mut hatte, seinen eigenen Weg zu gehen, denn er kann dich unterstützen, weil er an sich selbst glaubt. Und wenn jemand an sich selbst glaubt, wird er auch an dich glauben.Und um noch einmal auf die Frage nach Erfolg zurückzukommen: Erfolge sind nicht nur auf große Lebensereignisse beschränkt. Erfolg ist nicht ausschließlich auf die berufliche Ebene beschränkt. Erfolg bedeutet für jeden etwas anderes. Für dein Kind kann Erfolg bedeuten, ein tolles Bild gemalt zu haben, sich auf das große Klettergerüst zu trauen, den Ball beim Fußball zu treffen oder dich zum Lachen zu bringen. Für mich bedeutet Erfolg, einen Beitrag geschrieben zu haben, mir Zeit für mich selbst genommen zu haben, einmal in der Woche frische Kräuter für meinen Smoothie zu pflücken oder morgens das Fahrrad anstelle des Autos zu wählen. Ein großer Erfolg ist es für mich, wenn jemand nach einem Coaching "Danke" sagt. Dieser Moment bringt alles in mir zum Schwingen. Oder wenn ich in einer Aufstellung eine Verstrickung löse und in ein glückliches Gesicht schaue. Das ist Erfolg, Glück, Erfüllung, Liebe und Dankbarkeit zugleich.Oft setzen wir uns selbst zu hohe Ziele und scheitern dann an ihrer Umsetzung. Dadurch fühlen wir uns entmutigt und glauben, dass wir nicht so erfolgreich sind, wie wir gerne wären. Aber das ist Unsinn! Erfolg ist Lebenskraft!
Ich glaube, wir verlieren oft den Blick für unsere eigenen Erfolge. Wenn wir jedoch bewusst darauf achten und sie festhalten, werden wir uns besser, erfolgreicher und zufriedener fühlen. Ich habe es zu meiner Gewohnheit gemacht, meine täglichen Erfolge aufzuschreiben. Es gibt bereits großartige Möglichkeiten, Unterstützung dabei zu finden. Ein Kalender, ein Journal, ein einfaches Heft oder sogar ein speziell gestaltetes Erfolgsheft können dafür genutzt werden. Ich persönlich führe ein "6-Minuten-Tagebuch", in dem ich täglich meine Ziele und Erfolge festhalte. Glaube mir, das Aufschreiben verstärkt das Erlebte viel stärker als bloße Gedanken! Wenn du täglich deine Erfolge aufschreibst, wirst du feststellen, dass du an dich selbst glaubst. Du wirst achtsamer für deine alltäglichen Erfolge und kannst sie richtig feiern. Oft neigen wir dazu, sie herunterzuspielen und zu sagen: "Ach, das ist ja gar nichts", "Das habe ich nebenbei erledigt" oder "Das war nicht so anstrengend". Doch warum sollte Erfolg immer anstrengend und schwierig sein? Wer hat das festgelegt? Du bist für deine Erfolge verantwortlich!Du bestimmst, was in deinem Leben ein Erfolg ist. Also höre auf, dich selbst zu begrenzen! Horche in dich hinein und finde heraus, was Erfolg für dich bedeutet. Schaffe dir ein Mittel an, in dem du deine Erfolge festhalten kannst. Nach zwei oder drei Wochen reflektiere dich bitte. Was hat sich verändert?
Wie kann ich alte Gewohnheiten durchbrechen?
Um alte Gewohnheiten zu durchbrechen, braucht es Ausdauer und Geduld. Leider können wir sie nicht einfach löschen, da sie im Archiv unseres Gehirns gespeichert werden. Solange sie bestehen, haben sie eine feste Verbindung zum Unterbewusstsein. Tatsächlich erreichen laut Gerald Zaltmann (2003) 95 % unserer täglichen Entscheidungen nicht einmal unser Bewusstsein. Automatismen und Routinen steuern unser Unterbewusstsein und somit auch unsere Entscheidungen. Ist das nicht verrückt?Aber es wird noch schlimmer: Durchschnittlich sind 70 % unserer täglichen Gedanken identisch mit denen des Vortages und 40 % unseres Verhaltens wird täglich wiederholt. Jeden Tag führen wir also zu einem großen Teil Handlungen aus, die wir bereits aus der Vergangenheit kennen. Das bedeutet, dass du deine Gewohnheiten nicht innerhalb weniger Tage verändern kannst. Tatsächlich dauert es etwa 66 Tage, um Gewohnheiten "zu überschreiben" und einen neuen Automatismus zu entwickeln. Stell dir vor, deine alten Gewohnheiten sind wie eine breite Autobahn in deinem Gehirn. Je nachdem, wie lange du sie schon hast, kann es eine zweispurige, dreispurige oder sogar vierspurige Autobahn sein. Die neuronale Verknüpfung ist sehr stark ausgeprägt. Um diese Gewohnheiten zu durchbrechen, musst du die neue Gewohnheit täglich wiederholen, und das mindestens zwei Monate lang.Immer wenn wir versuchen, neue Gewohnheiten zu etablieren, besteht die Gefahr, dass wir in alte Verhaltensweisen zurückfallen. Der Weg von einem Trampelpfad der neuen Gewohnheit hin zur dreispurigen Autobahn dauert seine Zeit. Es ist anstrengend und mühsam. Wir sind es gewohnt, auf Autopilot zu schalten, sodass die neue Gewohnheit als Last und Anstrengung empfunden wird. Es kann uns sogar stressen, weil wir unser Bewusstsein dafür benötigen.
Denk nur daran, wie du morgens aufstehst. Du gehst ins Bad, wäschst dich, schlurfst in die Küche, kochst Kaffee, schmierst Brote oder rührst Müsli. Ein Kuss für den Schatz, die Fahrt zur Arbeit auf derselben Straße wie immer, vielleicht sogar derselbe Parkplatz ... Bis zu diesem Punkt sind wir meistens im Autopilot-Modus. Wir müssen nicht mehr nachdenken. Alles läuft von allein, während unser Bewusstsein noch ein kleines Schläfchen hält. Unser Unterbewusstsein übernimmt. Und je nach Job bleibt dieser Zustand den Großteil des Tages erhalten. Unsere Handgriffe sind geübt und sitzen. Wir denken nur, wenn wir herausgefordert werden. Nun kommen wir auf die Idee, eine Gewohnheit zu verändern. Wir wollen eine Morgenroutine einführen. Aber um das zu verstehen: Das verändert unseren gesamten Ablauf! Stell dir vor, du möchtest bis zum Sommer in deinen Lieblingsbikini passen. Darum willst du eine neue Routine etablieren. Also nimmst du dir vor, morgens vor der Arbeit 20 Minuten zu laufen. Am ersten Tag klingelt der Wecker, du stehst voller Tatendrang auf, schlüpfst in deine Laufschuhe, die schon am Bett stehen, und läufst los. Du fühlst dich großartig und bist stolz auf dich. Das planst du jetzt jeden Tag zu machen - 20 Minuten Laufen sind ein guter Start, das passt!Am zweiten Tag klingelt der Wecker erneut, du stehst motiviert auf, schlüpfst in deine Laufschuhe, öffnest die Tür ... und es regnet. Bei so einem Wetter ist das Laufen unmöglich, denkst du dir. Du ziehst die Laufschuhe aus, gehst unter die warme Dusche und startest deinen Tag. Am dritten Tag regnet es immer noch, am vierten Tag ist es immer noch nass, und als du am fünften Tag gerade in deine Laufschuhe schlüpfen willst, sagt dein Schatz: "Ach komm schon, Schatz, es ist Wochenende. Komm zurück ins Bett, wir kuscheln ..." Bei so einem Angebot ...Das war der letzte Versuch, morgens zu laufen. Du hast festgestellt, dass es nichts für dich ist, viel zu anstrengend und erfordert zu viel Überwindung. Eine Gewohnheit zu durchbrechen ist nicht einfach. Unser ganzes System weigert sich, aus dem Autopilot-Modus auszubrechen. Dein System will Aufwand und Energie sparen. Dein Vorhaben wird als Bedrohung angesehen und abgelehnt. Aber es geht hier nicht nur um diese spezielle Gewohnheit. Es geht darum, dass du mehr Aufwand und Kraft benötigst und vom Unterbewusstsein in den bewussten Modus wechseln musst. Es muss ein Trampelpfad geschaffen werden, wo zuvor keiner existierte. Das kostet Kraft. Ich beschreibe das so ausführlich, um dir deutlich zu machen, dass du nicht "schuld" daran bist, dass deine Vorhaben scheitern. Es ist eine Herausforderung, die Zeit und Anstrengung erfordert. Das bedeutet jedoch nicht, dass du aufgeben und gar nicht erst versuchen solltest, etwas Neues zu etablieren.Es ist einfach sinnvoller, dein Vorhaben täglich zu unterstützen. Du kannst zum Beispiel ein Tagebuch führen, in das du die neue Gewohnheit jeden Tag einträgst. Oder du platzierst Zettel an Stellen, die für die Umsetzung relevant sind. Angenommen, du möchtest gesünder leben und möchtest damit beginnen, abends nach dem Essen keinen Snack mehr zu dir zu nehmen. Dann kann ein Zettel am Kühlschrank, am Naschieschrank oder an der Stelle, an der du deine kleinen Sünden aufbewahrst, dein Bewusstsein daran erinnern, dass du dir selbst ein Snack-Verbot nach 18 Uhr auferlegt hast. Der Zettel könnte groß "STOPP" oder "Bikinifigur" oder sogar "Ich bin völlig zufrieden" darauf stehen.Angenommen, du möchtest an deinem Selbstbewusstsein arbeiten. Deine Morgenroutine könnte dann dar in bestehen, dass du dich jeden Morgen liebevoll im Spiegel betrachtest und dir dein schönstes Lächeln schenkst. Glaub mir, du machst das zwei Tage lang und am dritten Tag schiebst du es auf morgen, weil du dich heute zu müde fühlst, weil du dich irgendwie unbehaglich dabei fühlst oder weil dein Kind mit im Bad ist und dich komisch anschaut ... Es gibt tausend Gründe. Aber wenn du dir jeden Tag in dein Tagebuch oder deinen Terminkalender einträgst, wie du dich dabei gefühlt hast oder was du dir heute für dich wünschst, und deine Affirmation wiederholst, dann hat das eine ganz andere Wirkung. Du brauchst ein System, das dich unterstützt und dich daran erinnert. Dein Bewusstsein wird nicht jeden Morgen automatisch präsent sein. Schreib dir eine dauerhafte Erinnerungsmail, setze dir einen wiederkehrenden Termin in deinem Handykalender oder finde einen anderen Ankerpunkt, der dich daran erinnert.
"Die Gewohnheit wird durch die Gewohnheit überwunden" (Thomas vom Kempen).
Auch das Finden und Verankern neuer Gewohnheiten ist ein wichtiger Bestandteil unseres Frauenworkshops. Nach den sechs Wochen wirst du bereits einen starken neuralen Weg entwickelt haben. Es wird dir nicht mehr so schwerfallen, deine neue Gewohnheit in deinen Alltag zu integrieren. Je nachdem, wie konsequent du dabei warst, wirst du eine enorme Veränderung an dir selbst bemerkt haben. Deine Energie wird gestiegen sein, deine Stimmung sowieso, und deine Ausstrahlung wird alle um dich herum überzeugen!Es ist ein kontinuierlicher Prozess, alte Gewohnheiten zu durchbrechen und neue zu etablieren. Du musst geduldig sein und dir Zeit geben. Aber vertraue auf dich selbst und sei bereit, den Aufwand zu investieren. Mit Ausdauer, Motivation und Unterstützung wirst du in der Lage sein, deine Gewohnheiten zu verändern und ein erfüllteres Leben zu führen.Also bleibe dran und sei stolz auf jeden kleinen Fortschritt, den du machst. Du bist auf dem richtigen Weg, und ich glaube fest daran, dass du deine Ziele erreichen kannst!
(2018)
Unsere Gesellschaft hat verlernt, sich selbst Fragen zu stellen. Wir sind es gewohnt, dass der Fokus immer nur auf die Antwort – die Lösung – gerichtet ist. Bereits in der Schule wird uns diese Art des Handelns und Denkens eingeprägt. Nicht die Frage selbst ist entscheidend, sondern die Antwort. Nur wenn sie richtig ist, erhalten wir Lob und Anerkennung. Dann gelten wir als gut. Wenn wir die Gedanken des Lehrers auswendig wiedergeben können, sind wir sogar sehr gut! Es geht immer nur um das Endresultat und die Art und Weise, wie es präsentiert wird. Je mehr Schnickschnack wir verwenden, desto besser. Aber warum ist das so? Warum bewerten wir nicht die gestellten Fragen?
Dies führt dazu, dass wir uns selbst keine Fragen mehr stellen. Wir denken nur noch in Lösungen. Lösungsorientiert zu denken, wird fast schon als Auszeichnung angesehen. Aber ist nicht die Frage an sich, die zur Lösung führt, die eigentliche Leistung? Ist es nicht genial, sich überhaupt diese Frage gestellt zu haben? Ob die Erde tatsächlich eine Scheibe ist, ob ein Ei außerhalb der Gebärmutter befruchtet werden kann, ob es Lösungen aus der Atomenergie gibt...Wir stellen uns selbst keine Fragen mehr. Wir suchen bereits nach Antworten, bevor überhaupt eine Frage in uns aufkommt. Auf der Suche nach Antworten sind schon manche fast verrückt geworden. Warum? Schon Albert Einstein sagte:
"Wenn ich eine Stunde Zeit hätte, um ein Problem zu lösen, würde ich mich in den ersten 55 Minuten vergewissern, dass ich die richtige Frage stelle."
Natürlich sollten auch Lösungen gefunden werden, sonst wäre Entwicklung nicht möglich.
Was ich damit sagen möchte, ist, dass eine Antwort oft dazu führt, dass wir nicht mehr weiter suchen. Eine Antwort bedeutet: "Problem gelöst – fertig." Eine Frage hingegen lässt uns suchen und einen Weg einschlagen. Ist nicht meistens der Weg das eigentliche Ziel? Aufgrund unserer Fixierung auf das Ergebnis wird uns der Weg nicht mehr bewusst. Und wenn wir dann die Antwort erhalten, sind wir nicht zufrieden. Wir haben jedoch den Blick für den Weg verloren. Sich selbst Fragen zu stellen, erweitert enorm unsere Selbsterkenntnis! Dabei können wir Dinge über uns selbst entdecken, die in den hintersten Ecken unseres Bewusstseins verborgen sind. Träume, die nie geträumt wurden, vergessene Wünsche und Stärken, Kompetenzen und Fertigkeiten, von denen wir schon lange nichts mehr wussten. Allein die Frage "Was kann ich wirklich gut?" wird uns zunächst einmal staunen lassen. Was wir nicht können, wissen wir in der Regel sofort. Aber was wir gut können, was uns ausmacht, wer wir wirklich sind ... das fragen wir uns nicht. Doch wenn wir nicht wissen, wer wir sind, können wir auch keine klaren Ziele setzen. Unsere Ziele werden dann zu anspruchsvoll oder passen nicht zu uns. Und wenn wir sie erreicht haben, machen sie uns nicht glücklich. Bereits schauen wir nach dem nächsten Ziel, weil das vorherige uns doch nicht erfüllt hat. Die angestrebten Ziele sind dann unserer Vorstellung entsprungen, ein perfektes Leben zu führen, so wie wir es irgendwo gesehen haben. Insbesondere im Bereich der sozialen Medien wird uns gezeigt, wie fantastisch das Leben anderer Menschen aussieht. Sie machen atemberaubende Reisen, haben wunderschöne Partner, große Häuser und schnelle Autos. Schnell wird eines ihrer Ziele zu unserem Ziel, obwohl es nichts mit uns und unserem eigenen Leben zu tun hat. Du lernst dich nur durch die richtigen Fragen wirklich kennen. Schau dir deine verschiedenen Lebensbereiche an und frage dich, wo du vor 10 Jahren gestanden hast. Hast du dich in den letzten 10 Jahren verändert? Haben sich deine Werte, Ziele, Gewohnheiten und Erwartungen verändert? Wie siehst du die Welt und wie lebst du dein Leben? Hast du dich verändert? Skaliere auf einer Skala von 0 (nein, gar nicht) bis 6 (ja, komplett). Und wie sieht es in Zukunft aus? Wirst du dich in Bezug auf deine Gewohnheiten, Werte, Ziele, Erwartungen und deine Art, dein Leben zu leben, verändern? Skaliere auf einer Skala von 0 (gar nicht) bis 6 (vollständig). Auch bei der Beantwortung dieser Fragen kommt es nicht auf die Lösung an, sondern darauf, welche Erkenntnisse du über dich selbst gewinnst. Es geht darum, dich selbst besser zu verstehen und dein eigenes Wachstum zu fördern. Indem du dir selbst Fragen stellst, öffnest du Türen zu den verborgenen Aspekten deiner Persönlichkeit und kannst deine wahren Träume, Wünsche und Stärken entdecken. Nimm dir Zeit, um dich selbst zu erkunden und die Macht der Fragen zu nutzen. Die Fähigkeit, kluge Fragen zu stellen, ist der Schlüssel zur persönlichen Entwicklung und einem erfüllten Leben.
Fragst du dich manchmal, was es bedeutet, glücklich zu sein? Hast du gelegentlich melancholische Phasen? Glaubst du, dass nur andere Menschen häufiger glücklich sind?
Wissenschaftliche Erkenntnisse haben gezeigt, dass Glücklichsein "erlernbar" ist. Glücklich sein, ist eigentlich ein Zustand. Und Zustände kann man kreieren. Es gibt bestimmte Gewohnheiten, die helfen können, alte hinderliche Gewohnheiten abzulegen. Laut der Wissenschaft gibt es auch bestimmte Faktoren, die zum Glück beitragen, wie Dankbarkeit, Wohlstand, gesellschaftlicher Status und Beziehungen zu anderen Menschen. Glück hängt also nicht vom Schicksal ab, sondern kann von jedem erlangt werden. Das klingt zunächst nicht schlecht, oder? Wenn du jedoch gerade eine schwierige Phase durchmachst, wirst du wahrscheinlich über die Vorstellung, dass Glück erlernbar ist, lachen. Es würde bedeuten, dass du selbst für dein Glück verantwortlich bist und etwas dafür tun musst. Das könnte Angst auslösen oder Unmut hervorrufen. Doch ich möchte dir die Chance geben, ein glücklicher Mensch zu sein. Was du daraus machst, liegt in deiner Verantwortung. Wenn Glück also erlernbar ist, dann kann jeder Mensch auf dieser Welt glücklich sein.Es gibt genug Beispiele dafür, auch von Menschen mit starken Einschränkungen, die dennoch glücklich sind. In einem Interview wurde Samuel Koch, der nach einem Unfall bei "Wetten, dass..?" eine Querschnittslähmung erlitten hat, gefragt, ob er nicht manchmal mit seinem Schicksal hadert und Wut oder Trauer empfindet. Samuel zählte daraufhin auf, wofür er alles dankbar ist, als Antwort auf die Frage.
Das regt zum Nachdenken an und lehrt uns Demut. Du entscheidest also selbst, ob du glücklich oder unglücklich bist, und das zu jeder Zeit. Du hast die Möglichkeit zu sagen: Ab heute lege ich meine alte Gewohnheit, unglücklich zu sein, ab. Unglücklichsein kann demnach zur Gewohnheit werden. Vielleicht ist es auch ein Muster, dass du von jemanden aus der Familie übernommen hast. Oder eine Phase deines Lebens, in der du dich noch nie gefragt hast, ob du wirklich Gründe hast, unglücklich zu sein. Damit meine ich nicht, dass du nicht traurig sein darfst, wenn dein Partner dich verlässt oder dein geliebtes Haustier stirbt. In solchen Situationen darf man unglücklich und wütend sein. Es gibt jedoch Menschen, die sich dauerhaft im Unglücklichsein eingerichtet haben, und schlimmer noch, sie bemerken es oft nicht einmal. Ehrlich gesagt, war ich selbst einmal so. Ich habe nicht bemerkt, dass ich alles durch eine negative Brille betrachtet und stolz darauf war. Ich habe ständig nach dem Haar in der Suppe gesucht und mir immer wieder klargemacht, warum ich Grund hatte, unglücklich zu sein. Ich gebe zu, allein mit dem Entschluss, eine neue Gewohnheit anzunehmen, ist es oft nicht getan. Du kannst auch Wünsche aussenden, aber ohne dein Zutun ist es unwahrscheinlich, dass das reine Glück vom Himmel fällt und dich trifft. Du musst also aktiv werden. Zum Beispiel, indem du deine Gefühle lebst. Oft versuchen wir negative Gefühle zu unterdrücken, um sie nicht zu spüren, aber dabei unterdrücken wir auch die positiven Gefühle. Niemand ist ständig gut drauf oder immer glücklich. Wer ständig lacht und scheinbar glücklich durchs Leben geht, hat möglicherweise einen Mechanismus entwickelt, um negative Emotionen abzuwehren. Positive Gefühle und negative Gefühle gehören zusammen. Ohne das Eine gibt es das Andere nicht. Ohne Licht, keinen Schatten. Ohne Tod kein Leben. Ohne Unglück kein Glück. Es gibt auf der Welt keinen Menschen, dessen Leben immer perfekt und ohne Hindernisse verläuft, abgesehen von dem, was wir auf Instagram sehen. Die Bilder und Texte auf den sozialen Medien beeinflussen uns stark. Menschen glauben, dass sie immer so glücklich sein müssen wie die Personen auf den Fotos, um wirklich glücklich zu sein. Sie denken, dass sie nicht glücklich sein können, bevor sie mehr Geld haben, tolle Reisen machen, großartige Partys besuchen und eine Figur haben wie die retuschierten Models in den Posts. Aber das ist nur ein kleiner Ausschnitt aus einem Leben, ein kurzer Moment, der oft durch Filter verändert wurde. Der Rest des Lebens dieser Personen bleibt im Dunkeln, und einige von ihnen sind sehr einsam. Sie haben "Freunde" nur im Internet, während sie im wahren Leben allein und unglücklich sind. Dein Leben muss nicht perfekt sein, denn es kann gar nicht perfekt sein. Bitte halte dir das immer vor Augen. Unser Leben verläuft in Polaritäten, mit Gegensätzen. Du kannst lernen, die "schlechten" Tage anzunehmen, im Wissen, dass es morgen schon ganz anders sein kann. Selbst wenn du ein paar miese Tage hintereinander hast, wirst du es verkraften können. Denn es geht immer bergauf! Du fällst hin, richtest deine Krone und gehst weiter. Die wirklich wichtige Botschaft hier ist: Auch du kannst glücklich sein! Mit etwas Übung können wir alle glücklicher werden. Je eher du akzeptierst, dass du dich nicht vor negativen Gefühlen drücken kannst, desto eher hörst du auf, deinem Glück auszuweichen. Du kannst lernen, täglich glücklicher zu sein und langfristig zu lernen, wie du wirklich ein glücklicher Mensch wirst. Das klingt doch hoffnungsvoll, oder? Dein neuer Fokus sollte in Zukunft nicht auf Hindernissen, sondern auf Möglichkeiten und Herausforderungen liegen. Vor allem aber solltest du dich auf neue Gewohnheiten konzentrieren. Fang an, dich mit Glück zu beschäftigen. Kreiere in deinem Leben bewusst Raum für Glück. Lies über das Thema Glück, zieh dir etwas Buntes an, koche deine Lieblingsspeise und richte den Teller ansprechend an, kaufe dir eine traumhafte Bluse, ein cooles T-Shirt oder ein schickes Hemd. Lies positive Texte und schau dir lustige Videos auf YouTube an. Umgebe dich mit positiven Dingen! Verlasse den Raum, wenn deine Kollegen anfangen zu meckern und zu lästern. Schaue keine Nachrichten, die dich runterziehen, oder auf Hetze aus sind, du wirst nichts Wichtiges verpassen. Gehe ins Kino oder unternimm andere Aktivitäten, die dir Freude bereiten. Aber das Wichtigste ist, dass du deine Gewohnheiten änderst. Beginne, ein Tagebuch zu schreiben. Dabei geht es nicht darum, einfach nur festzuhalten, was du an einem bestimmten Tag gemacht hast, sondern vielmehr darum, dich zu fragen, wofür du dankbar bist. Stelle dir abends die Frage, wofür du an diesem Tag dankbar warst. Was hast du erlebt? Wen hast du getroffen? Wer hat dich zum Lachen gebracht? Lasse den Tag noch einmal vor deinem inneren Auge Revue passieren und betrachte ihn aus folgenden Blickwinkeln:
Indem du deinen Tag reflektierst, bringst du dein Handeln ins Bewusstsein. Du wirst dir auch bewusst, dass deine Gedanken deine Handlungen beeinflussen. Du lernst dich selbst besser kennen und erkennst, in welchen alten Mustern du gefangen bist und aus welchen Gewohnheiten heraus du reagierst. Und genau diese alten Gewohnheiten möchtest du ändern. Mache sie dir bewusst. Frage dich, wohin sie dich lenken, und übernimm die bewusste Kontrolle über dein Leben. Schreibe abends auf, was dir bewusst geworden ist und wofür du dankbar warst. Schau dir auch den kommenden Tag noch einmal an und überlege, wo sich Gelegenheiten bieten, deine Gewohnheiten zu ändern, deinen Fokus zu verlagern und Glücksmomente zu schaffen. Du kannst dir vornehmen, eine Kollegin zu überraschen, einen Kuchen zu backen oder mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. Mache dir Notizen, um aktiv daran zu arbeiten, den nächsten Tag zu einem glücklichen Tag zu machen. Gerade zu Beginn kann es hilfreich sein, sich bewusst zu machen, dass du selbst die Gestalterin oder der Gestalter deines Tages bist. Sage dir abends selbstbewusst: "Der morgige Tag wird noch großartiger als heute!" Und schreib dir eine Liste – was macht mich glücklich? Folgende Fragen können dir dabei helfen, deinem Glücksgefühl näherzukommen:
Du wirst deine Gewohnheiten nicht in ein paar Tagen ändern können. Es dauert etwa 66 Tage, um neue Gewohnheiten zu etablieren und einen neuen Automatismus zu entwickeln. Der Wandel erfolgt also in kleinen Schritten, und du kannst dies durch tägliche Reflexion und das Bewusstmachen deiner gewohnten Strukturen üben.Ich bin mir sicher, dass du es schaffen kannst. Es gibt heutzutage auch viele Bücher und Ressourcen zu diesem Thema. Ich bin wie immer gespannt, was du mir zu berichten hast. Ich freue mich auf deine Geschichte und insbesondere über deine Veränderung! Lass mich gerne daran teilhaben. Und natürlich stehe ich dir zur Seite, falls du Unterstützung benötigst oder irgendwo feststeckst. Melde dich einfach!Ich wünsche dir alles Gute auf deinem Weg zu einem glücklichen Leben!PS. Es gibt Trauma bedingt natürlich Zustände, die verhindern das Empfinden von Glück und erschweren den Blick auf Ressourcen. Wenn es dir so geht, brauchst du andere Unterstützung, die ich dir in späteren Blogs aufzeigen werde.
Wie kommst du in den Flow-Zustand? Ist Flow die Entscheidung, etwas zu tun, es zu planen und durchzuziehen, damit es reibungslos läuft? Bist du dann im Flow? Oder ist Flow eher eine Bewegung, eine Kraft?
Hinter der Entscheidung, etwas zu tun, steckt auch eine Kraft, aber beim Planen und Durchführen kommt die Kraft aus dem Kopf, dem Bewusstsein. Man durchdenkt die Sache, überwindet Hindernisse und lenkt sehr viel. Es ist eher anstrengend. Flow ist eher mit Liebe zu vergleichen. Bei der Liebe ist der ganze Körper entspannt, das Gemüt ist entspannt, der Geist ist entspannt. Alles ist schön. Wenn du lange Zeit etwas machst, was du gut machst und was dir Spaß bringt, dann merkst du gar nicht, wie die Zeit vergeht. Das ist Flow. Ähnlich wie bei der Liebe. Auch die Liebe ist Verbundenheit, man denkt nicht mehr, die Liebe fließt durch uns hindurch. Du machst dir keine Sorgen, du lebst im Glücksmoment. Den Flow-Zustand können wir demnach erreichen, wenn wir lieben! Wenn du liebst, was du tust, kannst du alles erreichen! Hindernisse werden nicht mehr als bedrohlich empfunden, alles passt zusammen, man fühlt sich verbunden. In der Liebe und im Flow-Zustand empfinden wir Glück, Zufriedenheit, Liebe und Verbundenheit. Demnach müssten wir doch auch einen großen Flow-Zustand für viele Menschen herstellen können. Wenn jeder einzelne das tut, was er gut kann, wir aber doch alle verbunden sind und unser Gedanke das große Ganze ist, könnten sehr viele Menschen davon profitieren und die Welt zu einem gesünderen Ort transformieren.
Ähnlich wie bei einem Konzert:
Die Musiker tun alle das, was sie am besten können. Alle kennen das Stück, das gespielt werden soll, und sie geben ihr allerbestes. Das Publikum ist beseelt, entzückt, verbunden und glücklich. Je verbundener wir miteinander sind, desto besser wird das Stück, desto getragener sind alle Beteiligten. Alle sind im Einklang, es herrscht ein Flow-Zustand zwischen allen. Ich träume davon, dass sich Menschen finden, die so etwas kreieren wollen. Viele finden sich und geben ihr Bestes. Und wiederum viele Menschen profitieren davon. So sind wir am Ende alle glücklich, weil wir miteinander verbunden sind. Ich hoffe, dass da draußen viele Menschen zueinanderfinden und zusammen etwas Großes erschaffen, das ein Mensch allein nicht schaffen kann.
Fragst du dich auch manchmal, wie andere Menschen ihr Leben gestalten? Was sie am Abend tun und wie sie ihre Zeit verbringen?
Vielleicht sitzen sie auf dem Sofa, schauen einen spannenden Krimi und naschen dabei genüsslich Chips. Oder sie vertiefen sich aufgeregt in ein fesselndes Buch, blättern gespannt um und hoffen auf Gänsehautmomente. Eine Mutter bringt vielleicht ihre Kinder ins Bett und schläft schon vor ihnen ein, während sie sich liebevoll an ihre Mama schmiegen. Ein Mann holt sein Fahrrad hervor und dreht eine Runde, um den Stress des Jobs abzubauen. Und da ist auch die einsame Seele, die vor dem PC sitzt und sehnsüchtig darauf hofft, endlich die Partnerin oder den Partner fürs Leben zu finden...
Jeder von uns führt ein unterschiedliches Leben, mit einzigartigen Gewohnheiten und Lebensweisen. Das ist doch faszinierend, oder? Jeder hat andere Routinen, Familienregeln, Arbeitszeiten, Hobbys und Ansprüche. Dennoch neigen viele Menschen dazu zudenken, dass, wenn sie genau das eine Buch lesen, an einem bestimmten Seminar teilnehmen oder ein spezielles Konzept anwenden, ihnen genauso großartige Dinge widerfahren werden wie denen, die bereits davon profitiert haben. Das genialste Fitnessprogramm, bei dem alle Teilnehmer 20 Kilo oder mehr abgenommen haben! Die bahnbrechenden Nahrungsergänzungsmittel, bei denen die Teilnehmer vor Energie nur so strotzen! Oder der ultimative Coach, der dir verspricht, nach seinem Gruppen-Online-Coaching-Programm ein sechsstelliges Einkommen zu verdienen! Wie kann das sein, wenn wir alle so unterschiedlich sind? Wir tragen verschiedene Glaubenssätze in uns, haben unterschiedliche Lebensumstände und müssen mit verschiedenen Lebensweisen zurechtkommen. Wenn die versprochene Veränderung nicht eintritt, zweifeln wir an uns selbst und denken, dass wir versagt haben. Wir glauben, dass es funktioniert hätte, wenn wir nur besser mitgemacht, aufgepasst oder umgesetzt hätten. Doch in Wahrheit haben wir nicht versagt – du hast nicht versagt, wenn dir das schon einmal passiert ist. Du bist einfach nur du! Mit deinen ganz eigenen Lebensumständen, Kindheitserfahrungen, körperlichen Einschränkungen und Glaubenssätzen... Du bist einfach DU. Und kein Konzept, egal welches, passt komplett auf jede Person.
Wenn du ein Problem hast und nach einer Lösung suchst, musst du entweder dich selbst sehr gut kennen, um einzuschätzen, was in dieser speziellen Situation das Richtige für dich ist, oder du musst es ausprobieren! Es gibt niemals das eine Buch, das eine Seminar oder den einen Workshop, der die Macht hat, dein Leben vollständig zu verändern. Du allein hast die Fähigkeit, dein Leben zu verändern. Manchmal benötigst du jedoch ein Werkzeug von außen oder einfach nur einen Impuls! Vielleicht hast du das Glück, in einem Seminar, einem Buch oder wo auch immer du dich hinwendest, ein passendes Puzzleteil, einen Impuls oder einen Hinweis zu finden. Und dann, plötzlich, macht es "Bäng!" und du machst einen großen Schritt nach vorne. Ich wünsche dir von Herzen, dass dir das geschieht, und glaube mir, es ist keineswegs ungewöhnlich.
Aber erinnere dich daran, dass es immer wichtig ist, die Verantwortung für dein eigenes Leben zu behalten und selbst zu entscheiden, wie es dir damit geht. Frage dich, ob der gewählte Weg für dich wirklich geeignet ist oder ob du möglicherweise einen anderen Pfad benötigst. Ist die Person oder das Angebot, dem du folgst, in der Lage, individuell auf dich einzugehen und dich zu unterstützen, oder verkaufen sie nur ihr Programm? Es ist wichtig, dass das Angebot zu dir passt, dass es umsetzbar ist und dass du sofort damit arbeiten kannst. Schließlich zahlst du dafür und gehst einen Tausch ein. Achte darauf, dass das Tauschangebot transparent ist. Wenn du keine Fragen stellen kannst oder dich etwas genauer anschauen darfst, solltest du die Finger davon lassen! Es ist möglich, bei solchen Angeboten viel Geld zu verlieren, und am Ende bist du keinen Schritt weiter auf deinem Weg.
Das Wichtigste ist jedoch dein eigener Weg. Er ist der eigentliche Star, er ist das Ziel. Es geht nicht darum, irgendwo anzukommen, sondern darum, dass der Weg selbst dein Ankommen ist. Du kannst nirgendwo ankommen und gleichzeitig überall ankommen. Tatsächlich bist du bereits angekommen, sobald du losgegangen bist, denn der Moment, der Weg, das Sein - das ist dein Ankommen.
Gehe viele verschiedene Wege, vertraue auf dich selbst. Probiere dich aus und mache dein Leben bunter. Sei kreativ, mutig und abenteuerlustig. Dann wird dein Weg zu einem grandiosen Erlebnis! Gehe selbstbestimmt und als Kapitän deines Lebensschiffes voran. So wirst du auf einem spannenden Weg in deinen ganz persönlichen Lebenshafen gelangen.
Also lass dich nicht entmutigen, wenn ein Konzept nicht perfekt zu dir passt oder du nicht die erwarteten Ergebnisse erzielst. Sei dir bewusst, dass du einzigartig bist und dass deine Reise individuell ist. Vertraue auf deine Intuition, folge deinem Herzen und gestalte dein Leben auf deine eigene, authentische Weise. Denn am Ende des Tages bist du der Schöpfer deines eigenen Glücks.
Dein (Lebens-) Weg ist das wertvollste Geschenk, das du dir selbst machen kannst! Wage es, Umwege zu gehen, verlasse deine Komfortzone, überwinde Hindernisse und lerne dabei andere Menschen kennen. Wage es sogar, einfach mal einen Fremden zu umarmen (wenn du dich traust), und du wirst sehen, welch wunderbares Geschenk einer Umarmung folgen kann.
Wer das ungläubige Staunen, die anschließende Entspannung und das unglaubliche Lächeln noch nicht erlebt hat, dem rate ich, es selbst auszuprobieren! Glaub mir, es ist einfach großartig! Man möchte es immer wieder tun! 😍😀 Ich habe es schon mehrfach gemacht, und jedes Mal war es ein besonderes Erlebnis. Es berührt einen zutiefst, und oft spürt man, dass der andere Mensch schon lange keine offene und bedingungslose Umarmung mehr erhalten hat. Also gehe deinen Weg – egal wohin er dich führt! Einmal war ich etwas zu schnell mit dem Auto unterwegs und hätte eigentlich rechts hinter einem anderen Fahrzeug warten müssen. Aber ich war der Meinung, dass es passt. Der Fahrer, der mir entgegenkam, sah mich, aber fuhr weiter. Es war sein Recht, denn das Hindernis befand sich auf meiner Seite, aber er hätte auch warten können. Und dann passierte es: Wir fuhren aneinander vorbei, und es krachte gewaltig. Ich hätte nie gedacht, dass so ein Geräusch entsteht, wenn einem der Spiegel abgefahren wird! Ich fuhr noch ein Stückchen weiter, um den Verkehrsfluss nicht zu stark zu behindern. Der andere Fahrer war jedoch bereits stehen geblieben, ausgestiegen und lief aufgeregt auf der Straße hin und her.
Er war der Meinung, ich begehe Fahrerflucht. Also hielt ich an, stieg aus und ging auf ihn zu. Stell dir vor, er war unglaublich wütend und schimpfte wie ein Rohrspatz. Als ich bei ihm ankam, lächelte ich und nahm ihn einfach in den Arm. Er war völlig überrascht, hörte sofort auf zu schimpfen und wurde etwas ruhiger. Dann ließ ich ihn los und entschuldigte mich: "Es tut mir leid, ich habe das falsch eingeschätzt."
Plötzlich lenkte er ein und sagte, dass er auch hätte warten können, und dass es ihm ebenfalls leid tue. Wir lachten gemeinsam (auch ein bisschen über uns selbst, denn anscheinend waren wir beide Dickköpfe), tauschten Versicherungsinformationen und Telefonnummern aus, und die Angelegenheit war erledigt. Wir konnten freundlich und offen miteinander umgehen, und ich bin mir sicher, dass es nur deshalb so gut verlief, weil ich ihn umarmt habe. Eine Umarmung kann Berge versetzen, Brücken schlagen und Täler überwinden. Alles ist möglich! Probiert es einfach mal aus und teilt mir gerne mit, welche Erfahrungen ihr gemacht habt! Dadurch werdet ihr viele Menschen kennenlernen, die ihr sonst vielleicht nie getroffen hättet, und eure Lebenswege werden sich auf wunderbare Weise bereichern. Eine Umarmung kann so viel bewirken – sie kann Herzen öffnen, Barrieren durchbrechen und eine tiefe Verbindung zwischen Menschen schaffen. Wenn wir einander umarmen, zeigen wir Mitgefühl, Zuneigung und Wertschätzung. Es ist ein einfacher Akt, der eine starke Wirkung hat. Indem wir uns auf diese Weise öffnen und auf andere Menschen zugehen, haben wir die Möglichkeit, wertvolle Begegnungen zu erleben. Wir können Menschen kennenlernen, die uns inspirieren, uns neue Perspektiven eröffnen und unser Leben bereichern. Eine Umarmung kann der Beginn einer wunderbaren Freundschaft sein oder uns mit einem Fremden verbinden, der uns auf eine besondere Art und Weise berührt. Natürlich ist es wichtig, in angemessenen Situationen und mit Respekt auf andere Menschen zuzugehen. Eine Umarmung sollte immer von beiden Seiten gewünscht und akzeptiert werden. Aber wenn wir die Gelegenheit haben, jemanden zu umarmen und ihm dadurch Wärme und Menschlichkeit zu schenken, sollten wir es wagen. Man kann einfach fragen und neben einem erstaunten Blick, bekommen wir auch oft ein herzliches Lächeln und ein „warum nicht“, dass so viel verändert. Also wage es doch mal, dich aus deiner Komfortzone herauszubewegen, neue Menschen kennenzulernen und Umarmungen zu verteilen. Du wirst erstaunt sein, wie viel Liebe und Freude du dadurch in dein Leben und das anderer Menschen bringen kannst. Ich bin gespannt, was du erlebst.
